13. März 2015 | Wirtschaft

Alu wächst optimistisch

Aluminium: Thumbs up
Bald in jeder Hand - womit sind Schokohasen verpackt?
Quelle: GDA

Die Zeichen stehen auf Wachstum: Die deutsche Aluminiumindustrie hat im vergangenen Jahr das gesamtwirtschaftliche Wachstum deutlich übertroffen und erwartet auch für 2015 einen weiterhin stabilen Konjunkturverlauf. Im Jahr 2014 konnten Aluminiumproduzenten (+ 3,7 %), Halbzeughersteller (+ 2,2 %), Aluminiumgießer (+ 12,1 %) und Weiterverarbeiter (+ 3,9 %) ihre Produktion deutlich steigern. "Der Aluminium-Verbrauch wird weltweit kontinuierlich wachsen, auch und gerade in Deutschland", beschreibt Heinz-Peter Schlüter, Präsident des GDA Gesamtverband der Aluminiumindustrie, die mittelfristigen Aussichten seiner Branche.

"Dank des hohen Innovationspotenzials der deutschen Märkte wird die Wettbewerbsfähigkeit der Aluminiumindustrie weiter zunehmen", ist sich GDA-Geschäftsführer Christian Wellner sicher. Das Jahr 2014 habe gezeigt, dass die deutsche Aluminiumindustrie sich gut behaupten könne, trotz der teilweise schwächeren Nachfrage aus Südeuropa. Im europäischen Vergleich hätten sich die deutschen Aluminiumunternehmen als widerstandsfähig erwiesen. Vor diesem Hintergrund sei die Branche für das Jahr 2015 optimistisch: "Für die kommenden Monate erwarten wir zunehmende Mengen in fast allen Marktsektoren und wir meinen, dass sich die Aluminiumkonjunktur in diesem Jahr gut entwickelt", so Wellner weiter. Die deutschen Aluminiumunternehmen sollten daher im Jahr 2015 das Produktionsniveau des Vorjahres übertreffen.

Verpackung nimmt viel Halbzeuge

In Deutschland wurden im Jahr 2014 rund 1.130.100 t Aluminium erzeugt (+ 3,7 %). Die Herstellung von Aluminium teilte sich in diesem Zeitraum auf 530.700 t Hüttenaluminium und 599.400 t Recyclingaluminium auf. Sowohl die gute Konjunktur als auch die Erwartungen in vielen Abnehmersegmenten sorgten für eine anziehende Nachfrage bei Aluminiumhalbzeugen. Die Erzeugung von Aluminiumhalbzeug legte 2014 um 2,2 Prozent auf 2,549 Millionen Tonnen zu. Die Unternehmen produzieren Walzprodukte, Press- und Ziehprodukte sowie Leitmaterial und liefern ihre Produkte in alle wichtigen Industriebereiche. Größte Abnehmer von Aluminiumhalbzeugen sind neben Automotive und Bau die Märkte Verpackung, Maschinenbau und Elektrotechnik. Die Produktion von Walzprodukten aus Aluminium betrug im Jahr 2014 insgesamt 1.952.400 t.

In der Aluminiumweiterverarbeitung wurden im Jahr 2014 in Deutschland insgesamt 348.500 t hergestellt. Das Produktionsvolumen stieg damit gegenüber dem Vorjahr um 3,9 %. Die Weiterverarbeitung wird aufgegliedert in die Bereiche "Folien und dünne Bänder", "Tuben, Aerosol- und sonstige Dosen" sowie "Metallpulver".

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Prognose 2015

"Die deutschen Aluminiumunternehmen werden in ihren wichtigen Zielmärkten nachhaltiges Wachstum verzeichnen", beschreibt Schlüter die mittelfristigen Aussichten seiner Branche. Die deutsche Aluminiumindustrie habe ihre Wettbewerbsfähigkeit in den letzten Jahren durch Modernisierungen und Restrukturierungen deutlich gesteigert. "So konnten unsere Unternehmen im Jahr 2014 in vielen Segmenten Marktanteile gewinnen."

Nach Ansicht von H.-P. Schlüter stehen die Vorzeichen für eine weitere Belebung der Aluminium-Konjunktur deshalb nicht schlecht. "Auch die Märkte Bau und Verpackung werden sich weiter gut entwickeln", so der Präsident.

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