21. April 2017 | Wirtschaft

Erfolg mit Sensorintelligenz

Im vergangenen Geschäftsjahr konnte der Sick-Konzern nach einem verhaltenen Start Umsatz und Auftragseingang stetig steigern. Der Umsatz erhöhte sich um 7,4 % auf 1,36 Mrd. Euro. Auch der Auftragseingang bewegte sich auf Rekordniveau; er wuchs um 10,1 % auf 1,4 Mrd. Euro. „Trotz des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds, politischer Unsicherheiten und negativer Währungseffekte konnten wir ein überdurchschnittliches Umsatzwachstum erzielen“, erklärte Markus Vatter, Vorstand für Finanzen, Controlling & IT, Sick AG, Waldkirch. „Vor allem in den Geschäftsfeldern Fabrik- und Logistikautomation legte der Umsatz zu.“ Der anhaltend hohe Bedarf an Produktivitätsfortschritten bei Fabrik-, Logistik- und Prozessabläufen war weltweit spürbar. In Europa, Amerika und Asien zeige sich auf Kundenseite großes Interesse an Sensorlösungen für die Automatisierung im Fabrikumfeld. Zudem bewege sich dort im Bereich Logistikautomation die Nachfrage nach automatisierten Anlagen für Paketservices auf hohem Niveau, heißt es aus Waldkirch weiter.

Hohe betriebliche Erträge

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) übertraf mit 147,9 Mio. Euro den Vorjahreswert um 14,6 %. Insbesondere das Umsatzwachstum, der Umgang mit Sachkosten sowie der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge trugen dazu bei. Die Ebit-Marge bezogen auf den Umsatz erhöhte sich folglich auf 10,9 % (Vorjahr: 10,2 %). Nach Abzug der Steuerbelastung ergibt sich nach eigenen Angaben ein Jahresergebnis in Höhe von 104 Mio. Euro (+14,5 %). Infolgedessen stieg die Netto-Umsatzrendite auf 7,6 % (Vj.: 7,2 Prozent).

F&E kontinuierlich ausgebaut

Die F&E-Tätigkeiten wurden im vergangenen Geschäftsjahr weiter intensiviert. Im Bereich F&E wurden 143,4 Mio. Euro (Vorjahr: 129,0 Mio. Euro) aufgewendet. Durchschnittlich 964 Mitarbeiter – ein Plus von 11,6 % gegenüber dem Vorjahr – haben dazu beigetragen, innovative Ideen in marktfähige Produkte zu überführen. Insbesondere an den ausländischen Standorten wurden die F&E-Kapazitäten ausgebaut. Dort erhöhte sich die Beschäftigtenzahl gegenüber dem Vorjahr durchschnittlich um 13,6 % auf 134.

Weltweit arbeiteten zum Jahresende 2016 im Konzern 8044 Mitarbeiter (+8,5 %). In Deutschland waren zum Jahresschluss 4739 Mitarbeiter tätig (+8 %). Im Ausland wuchs die Belegschaft um 9,1 % gegenüber dem Jahresende 2015 und betrug 3.305 Mitarbeiter.

„Die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen bleiben herausfordernd. Dennoch streben wir für 2017 erneut Bestwerte an. Derzeit rechnen wir mit einem Umsatzwachstum im oberen einstelligen Prozentbereich“, so Dr. Robert Bauer, Vorsitzender des Vorstands der Sick AG. „Wir werden unsere Rolle als führender Hersteller im Bereich der Sensorintelligenz weiter ausbauen. Das gilt für unser Kerngeschäft – die Industrieautomation – ebenso wie für die datenbasierte Industrie 4.0. Unser Fokus wird insbesondere auf der Erweiterung des bestehenden Produktportfolios, auf der Vernetzungsfähigkeit unserer Sensorik im Kontext von Industrie 4.0 sowie dem Thema Datensouveränität liegen.“

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