02. März 2017 | Wirtschaft

Styrol: Kostendruck dramatisch

Die Hersteller von Kunststoffverpackungen sehen sich seit dem 4. Quartal 2016 mit flächendeckenden Preisexplosionen bei Styrolkunststoffen konfrontiert. Besonders dramatisch sei die Entwicklung beim Polystyrol, dessen Preis im Februar ein Allzeithoch erreichte, so das IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen, Bad Homburg.

Entsprechend sprunghaft seien auch die Preise beim EPS gestiegen. Gleichzeitig zeichne sich dabei auch sehr deutlich ab, dass der zurzeit moderate Rohölpreis kaum noch Einfluss auf die jetzige Situation habe. Vielmehr seien die stark reduzierten Kapazitäten im Raffineriebereich aufgrund von Wartungsarbeiten in Anlagen in Nordamerika und Asien für diese Entwicklung verantwortlich.

Keine Wende in Sicht

Aufgrund dieser sich weltweit auswirkenden Unwägbarkeiten sei eine Trendwende zurzeit nicht absehbar. Die IK rechne deshalb im 1. Halbjahr 2017 weiterhin mit hohen Rohstoffpreisen. „Die Lage ist dramatisch für die Verarbeiter“, kommentiert IK Hauptgeschäftsführer Ulf Kelterborn die aktuellen Preisentwicklungen.

„Insbesondere die integrierten Rohstoffproduzenten müssen dringend eine Verbesserung dieser misslichen Situation herbeiführen. Wirtschaftliches Augenmaß sollte dabei eine wesentliche Prämisse sein.“ Schließlich gerieten die Verarbeiter von Polystyrol- und EPS-Kunststoffen zunehmend unter finanziellen Druck.

Angesichts der ohnehin oft knappen Margen gelte es, die Existenz der Betriebe und deren Innovationskraft zu sichern. Erfreulicherweise zeigten immer mehr Kunden Verständnis für die von ihren Lieferanten unverschuldete Situation, so der Verband abschließend.

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