15. März 2017 | Wirtschaft | Exklusiv

Nachhaltigkeitskonferenz Solpack 2.0: Wunschziel Circular Economy

Fünf Jahre nach ihrer Premiere hat die Münchner Packungsdesignagentur pacoon mit der „Solpack 2.0“ eine weitere Veranstaltung rund um das Thema ‚Nachhaltige Verpackung‘ folgen lassen. Rund 100 Experten aus Industrie, Handel, Dienstleistung und Kreativ-Unternehmen diskutierten an zwei Tagen insbesondere über Chancen und Potenziale einer konsequent nachhaltigen Kreislaufwirtschaft, mit der die Imageprobleme der Verpackungsbranche als Müllverursacher tatsächlich ausgeräumt werden könnten.

Impulsgeber Handel

Dabei erwarten die Veranstalter, Peter Désilets und Micha Goes, einen Anstoß für eine solche „Circular Economy“ vom Entwickler bis zum Recycler in absehbarer Zeit vorrangig von Seiten des Handels. Vor allem im Blick auf die bisher nicht einzuschätzenden Wechselwirkungen von Inhaltsstoffen bis hin zur Toxizität insbesondere von Materialgemischen werde der Handlungszwang von allen Seiten künftig stark zunehmen.

Allerdings dürfte die einfache Konzentration auf Monomaterialien nicht in jedem Fall ein zielführender Weg sein. Allgemeiner Konsens der Münchner Veranstaltung war allerdings auch, dass die Verpackungshersteller die Fortschritte der vergangenen 25 Jahre auch nicht kleinreden sollten.

Stoffliche Verwertung

Am Beispiel der industriellen Sortierung von Reststoffen wurde deutlich, dass die stoffliche Verwertung mit 45 % vom gesamten Input noch weit von erwünschten Größenordnungen entfernt ist. So erweisen sich etwa PET-Schalen aus individueller Fertigung mit mehreren Schichten in vielen Fällen als nicht verwertbar.

 

 

Nachbericht Solpack: Wunschziel Circular Economy
Laut pacoon-Vorstand Peter Désilets werden die entscheidenden Anstöße für ein nachhaltigeres Verpacken künftig vom Handel ausgehen
Quelle: AdS
Nachbericht Solpack: Wunschziel Circular Economy
Nicht allein bio-basierte Kunststoffe, sondern vorrangig Papier und Karton sollen zu mehr Nachhaltigkeit bei Verpackungen beitragen
Quelle: AdS

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