Logo

 Download-Bereich

Bitte geben Sie den aktuellen Heftcode ein


Keinen Heftcode?

Branchen-News


09. März 2010

50 Jahre temporär zweitplatziert

Relativ wenige Displays gab es vergangene Woche in einem Tagungshotel in Fulda zu sehen, als die Lauterbacher STI zum 50. Geburtstag des Wellpappen-Displays in Europa Fachleute aus der Markenartikelindustrie, dem Handel und aus Werbeagenturen einlud. Man ließ zunächst die Theorie sprechen, bevor auch eine praktische Einführung in Europas modernstem Displaywerk im oberhessischen STI-Werk Grebenhain anstand.


Großansicht per
Klick auf Bild!

Hatten die „Displays der ersten Stunde“ fest im Griff (v.l.n.r.): Thomas Gutberlet, Vorstandsvorsitzender tegut, STI-Geschäftsführer Dr. Tom Giessler und Prof. Dr. Ohle sowie Kongressmoderator Hans G. Güldenberg (brandCreation).
Foto: STI

Die Zeitreise durch 50 Jahre Displaygeschichte verfolgten an zwei Tagen rund 150 Teilnehmer. Die Entwicklung der Verkaufsförderung ist eng mit der Entwicklung des Handels verzahnt. Seit dem Siegeszug der Selbstbedienung Ende der 50er Jahre haben sich Displays als „Markenmacher“ etabliert. Anfang der 60er Jahre wurden laut STI in Deutschland erstmals Displays aus Wellpappe in Serie gefertigt. Die Idee der temporären Zweitplatzierung hatte der Unternehmer Wilhelm Stabernack, der das Fundament zur heutigen STI Group schuf, in den USA entdeckt und nach Deutschland transferiert. Heute, 50 Jahre später, bezeichnet sich die Gruppe als Europas führender Displayanbieter.

220 mal in 13 Einkaufstätten

Einig waren sich die Referenten, dass die POS-Kommunikation auch bzw. gerade im Zeitalter der Online-Kommunikation eine hohe Bedeutung habe, denn nach wie vor finde hier die persönliche Begegnung von Kunde und Produkt statt. Dr. Martina Kühne, Senior-Berater des Gottlieb Duttweiler Instituts, Zürich, bezeichnete den Laden als den 3. Ort, der neben dem heimischen Wohnzimmer und der Arbeitsstätte für Menschen eine wichtige Anlaufstelle sei. „Rund 220-mal pro Jahr suchen deutsche Verbraucher eine von durchschnittlich 13 Einkaufsstätten auf“, bestätigte auch Prof. Dr. Hendrik Schröder, Inhaber des Lehrstuhls für Marketing und Handel an der Universität Duisburg-Essen. Er forderte die Marketingverantwortlichen auf, ihre Werbeaktivitäten zu fokussieren und nach der Devise „weniger ist mehr“ die Kunden nicht zu verwirren, sondern ihnen im Handel Orientierung zu bieten.

Prof. Dr. Frank Ohle, Gastgeber und CEO der STI Group, unterstrich diesen Aspekt und forderte die Zuhörer auf, mit ihren Produkten am POS Geschichten zu erzählen. Für ihn ist dies Teil des emotionalen Markenauftrittes, der jedoch im Gleichgewicht zu dem logistischen Auftritt stehen muss. In seinem Beitrag „Displays zwischen Logistik und Emotionen“ zeigte er gemeinsam mit Co-Referent Scott Neidhold, der mehrere Jahre für den Displayauftritt von Procter & Gamble in den USA verantwortlich zeichnete, auf, wie sich mit intelligentem Design beide Aspekte verbinden lassen. „Was zum Schluss für alle Beteiligten zählt“, so Ohle, „sind Zahlen und Fakten: Die Frage ist, ob das Display in der Lage war, den Abverkauf zu steigern und dabei gleichzeitig die Prozesskosten zu reduzieren. Dies ist unser Anspruch in der STI Group.“