Die Kiefel GmbH, Freilassing, einer der führenden Hersteller von Maschinen für die Verarbeitung von Kunststofffolien mit Sitz in Freilassing, erweitert das Portfolio um Befülltechnik für die Medizinbranche. Das Befüllmodul wird auf der diesjährigen Kunststoffmesse K in Düsseldorf präsentiert.
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Das neue Befüllmodul wird auf der K präsentiert. Grafik: Kiefel |
Kiefel, 1955 gegründet, gehört seit 2007 zur Brückner-Gruppe, Siegsdorf, Hersteller von Großanlagen für die Produktion von Flachfolien. Gemeinsam mit Kiefel wird die Gruppe von einer Holding geführt, mit CEO Dr. Axel von Wiedersperg an der Spitze. „Wir sind keine Billigheimer, aber unsere Technologien bieten den Kunden einfach die beste Lösung“, sagte von Wiedersperg vergangene Woche in Freilassing. Sein erklärtes Ziel ist es, dass sich das „Grüppchen“ - wie er sich ausdrückte - zu einer Gruppe entwickelt. Mittelfristig soll die Brückner-Gruppe, die in diesem Jahr das 50jährige Firmenjubiläum feiert, daher statt bisher auf drei Beinen (Brückner Maschinenbau, Brückner Servtec und Kiefel) zukünftig auf vier bis sechs Standbeinen stehen. Man schaue sich derzeit am Markt nach geeigneten Übernahmekandidaten um.
Auch die Gruppe hat die Finanz- und Wirtschaftskrise zu spüren bekommen. Jedoch habe man sich nach Angaben CFO Maximilian Schneider deutlich schneller erholt, als die Branche. Nach einem im Branchenvergleich sehr erfreulichen Auftragseingang in 2009 rechnet die Gruppe für 2010 mit einem Umsatz von deutlich über 300 Mio. Euro (2009: 205 Mio. Euro). Für das laufende Jahr zeichne sich ein Auftragseingang ab, der 20 Prozent über dem Vorjahr liege.
Vom Kiefel-Umsatz (2009: 60 Mio. Euro) entfallen 30 % auf Anlagen für Kunden aus der Automobil- (= Anlagen für die Fertigung von Fahrzeug-Innenverkleidungen aus Kunststoff) und Kühlschrankindustrie, 25 % auf den Medizinbereich (z.B. Anlagen zur Fertigung von Infusionsbeuteln) und 10 % auf den Service. Den stärksten Anteil am Umsatz mit 35 % hat der Geschäftsbereich Verpackung. Dazu gehören Drucklufftformautomaten und Becherformanlagen im Hochleistungsbereich, auf denen u.a. Becher, Deckel, Schalen oder Transporttrays hergestellt werden können.
Als ein Highlight auf der K wird das neue Befüllmodul für Medizinanwendungen zu sehen sein. Nach Angaben von Kiefel-Geschäftsführer Thomas J. Halletz werden die Befüllanlagen sowohl autark arbeitend als auch integriert in vollautomatische Produktionslinien angeboten. Integrierte cip/Sip-Systeme sollen die gängigen Vorschriften in der Medizintechnik erfüllen. Die Abfülltechnik kann Herstellerangaben zufolge für alle gängigen Abfülllösungen verwendet werden.
(mo)