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Branchen-News


13. August 2010

Aus Metronic werden zwei Gesellschaften

Die KBA-Metronic AG, eine Tochtergesellschaft der Koenig & Bauer AG (KBA), hat, wie heute mitgeteilt wird, zum 1. August 2010 ihre bisherigen Geschäftsbereiche in eigenständig agierende Unternehmen umgewandelt. Entwicklung, Produktion und Vertrieb digitaler und analoger Kennzeichnungstechnologien für industrielle Anwendungen (Inkjet, Laser, Thermotransfer, Heißprägen) werden nunmehr von der KBA-Metronic GmbH betrieben. Um das Geschäft mit UV-Drucksystemen für Nischenmärkte (Folien, Smart Cards, Werbemittel, optische und elektronische Datenträger) kümmert sich die KBA MetroPrint AG. Der neue Name spiegelt die Ausrichtung auf die Offset-Drucktechnik wider. Ein Ziel der von der Muttergesellschaft KBA ebenfalls favorisierten Verselbständigung beider Geschäftszweige ist die verstärkte Nutzung von Wachstumspotenzialen in beiden Marktsegmenten.


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MetroPrint wird von den beiden amtierenden KBA-Metronic-Vorständen Holger Volpert (46 ) als CEO und Martin Rambacher (44 )als COO geführt. Zu Geschäftsführern der Metronic ernannt wurden Oliver Volland (41), bisher Vertriebsdirektor Kennzeichnung, und German Stuis (46), der in Personalunion bei KBA als Prokurist den Bereich Controlling leitet. Volland blickt auf eine langjährige, erfolgreiche Arbeit in der Kennzeichnungsbranche zurück. Stuis bringt betriebswirtschaftliches Know-how aus seiner 19jährigen Tätigkeit bei KBA in die neue GmbH ein.

KBA-Halbjahreszahlen mit M&A-Optionen

Nachdem die Koenig & Bauer AG am 20. Juli 2010 bei der Veröffentlichung vorläufiger Zahlen eine deutliche Verbesserung der Branchenkonjunktur und einen Auftragszuwachs von fast 39 % gegenüber 2009 gemeldet hatte, legte der Druckmaschinenhersteller jetzt seinen Bericht für das 1. Halbjahr 2010 vor. Demnach konnte das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr im Konzern beim Umsatz um 4,5 % auf 473,2 Mio. Euro zulegen und im 2. Quartal mit - 0,7 Mio. Euro ein fast ausgeglichenes Ergebnis vor Steuern (EBT) erreichen. Das operative Ergebnis war im jüngsten Quartal mit 0,5 Mio. Euro positiv. Nach den ersten 3 Monaten hatte der Vorsteuerverlust umsatzbedingt noch bei - 21,3 Mio. Euro gelegen. Wie zur Hauptversammlung Mitte Juni angekündigt, wird laut KBA für die gesamte Berichtsperiode aufgrund des noch vorhandenen Umsatzrückstandes nochmals ein Vorsteuerergebnis von - 22,0 Mio. Euro ausgewiesen. Dieses habe sich allerdings gegenüber dem Vorjahr (- 47,4 Mio. Euro) mehr als halbiert. Das operative Konzernergebnis für die ersten 6 Monate verbesserte sich von - 42,4 Mio. Euro in 2009 auf -18,9 Mio. € im laufenden Jahr. Das Halbjahres-Ergebnis nach Steuern beträgt - 20,3 Mio. Euro (2009: - 46,8 Mio. Euro).

Zum Abschluss der Halbjahresbilanz geht KBA-CEO Helge Hansen noch einmal auf laufende Übernahme Spekulationen ein, ohne konkret zu werden: "Trotz intensiver Suche kann KBA bisher noch keine erfolgreiche Übernahme oder Kooperation mit neuen Partnern bestätigen. Dennoch hält der Vorstand weiter an seiner Absicht fest, neben der traditionell mit KBA verbundenen Drucktechnik ein neues Geschäftsfeld mit guten Wachstums- und Ertragsaussichten aufzubauen. Ein intensiv über einen längeren Zeitraum verhandeltes M&A-Projekt mit einem Geschäftsvolumen von deutlich über 100 Mio. Euro ist kürzlich leider an zu hohen Risiken gescheitert. Weitere Optionen verfolgen wir mit der in der aktuellen Wirtschaftslage notwendigen Sorgfalt und Geduld. Wir haben keinen Zwang zur Eile und wir wollen kein Abenteuer mit ungewissem Ausgang riskieren. Über ausreichende finanzielle Reserven für ein zukunftsorientiertes Engagement verfügt KBA weiterhin.“