Der Umsatz der österreichischen Constantia Packaging Gruppe verbesserte sich im Vergleich zum 1. Halbjahr 2009 um 16 % von 847,0 Mio. Euro auf 981,3 Mio. Euro. Das Ebitda lag nach eigenen Angaben mit 159,9 Mio. Euro um 17 % über dem der Vergleichsperiode von 136,3 Mio. Euro. Das Ebit belief sich im 1. Halbjahr 2010 auf 103,0 Mio. Euro, um 29 % höher als im Vorjahreszeitraum mit 79,7 Mio. Euro. Das Periodenergebnis ohne Anteil von Minderheitsgesellschaftern, wie es heute aus Wien weiter heißt, lag im 1. Halbjahr 2010 bei 36,2 Mio. Euro nach 41,1 Mio. Euro im Vorjahr, vornehmlich bedingt durch einen höheren Steueraufwand. Der Mitarbeiterstand stieg um 29 % auf 9726 Mitarbeiter.
Die Investitionen im ersten Halbjahr 2010 beliefen sich auf 45,5 Mio. Euro und lagen um 35 % höher als in der Vorjahresperiode. Das Eigenkapital zum 30. Juni 2010 betrug 813,3 Mio. Euro (nach 718,3 Mio. Euro), dies entspreche laut Constantia einer Eigenkapitalquote von 40,2 %. Die Nettofinanzverbindlichkeiten per Ende Juni 2010 lagen mit 503,4 Mio. Euro um 20 % höher als zum Ultimo 2009 mit 419,5 Mio. Euro, der Verschuldungsgrad veränderte sich von 58,4 % zum Ende 2009 auf 61,9 % zum Ende des 1. Halbjahres 2010. Der Anstieg der Verschuldung resultiere aus dem Kauf des kroatischen Papier- und Wellpappeerzeugers Belišce und der damit verbundenen Erstkonsolidierung des Unternehmens.
Duropack plus 21 % Umsatz
Im Segment Wellpappe der Constantia sind die Preise für sämtliche Papiersorten seit September 2009 in mehreren Schritten deutlich gestiegen, dieser Trend habe sich im 1. Halbjahr 2010 fortgesetzt, weitere Erhöhungen mit abflachender Tendenz sind für die Gruppe absehbar. Am Wellpappemarkt habe sich die Situation leicht gebessert, weiterhin beträchtliche Überkapazitäten drücken auf die Ertragslage. Die Umsatzerlöse der Duropack stiegen um 21 % von 126,7 Mio. Euro in der sehr schwierigen Vorjahresperiode auf 153,7 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2010. Der leichte Rückgang im Ebitda von 19,4 Mio. Euro auf 18,7 Mio. Euro sei im Wesentlichen auf die stark gestiegenen Materialkosten zurückzuführen. Das Ebit sank um 18 % von 10,4 Mio. Euro in der Vorjahresperiode auf 8,5 Mio. Euro. Die Mitarbeiterzahl in diesem Segment stieg im Stichtagsvergleich durch die Einbeziehung der Belišce auf 4211 Mitarbeiter per Ende Juni 2010.
Flexibles stabil / Tobepal Closing steht noch aus
Die Märkte des Segments Flexible Verpackung entwickelten sich grundsätzlich stabil, wobei kurzfristig orientiertes Bestellverhalten der Kunden und gestiegene Rohstoffpreise den Kostendruck erhöhen. Der Segmentumsatz stieg im Periodenvergleich um 2 % von 494,6 Mio. Euro auf 502,6 Mio. Euro. Bereinigt um die abgegebenen Firmen Danapak, Dänemark, und AVI, Deutschland, ergebe sich eine Umsatzsteigerung von 6 %. Das Ebitda wuchs um 15 % von 66,9 Mio. Euro in der Vorjahresperiode auf 77,1 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2010, das Ebit um 25 % von 42,5 Mio. Euro auf 53,2 Mio. Euro.
Im Juli 2010 wurde der Geschäftsbetrieb der spanischen Tobepal von Amcor erworben. Tobepal mit Standorten in Burgos und Logrono erzielte laut Constantia mit 488 Mitarbeitern einen Umsatz von ca. 100 Mio. Euro. Die Schwerpunkte liegen bei flexiblen Verpackungen in den Bereichen Pharma, Lebensmittel und Haushaltsartikel. Die Transaktion wurde von der EU-Kommission genehmigt, das Closing werde in den nächsten Monaten erwartet.