Im Rahmen ihres diesjährigen Jahreskongresses führte die etma (european tube manufacturers association) wieder den Wettbewerb „Tube des Jahres“ durch. Die eingereichten Tuben zeigten, dass die europäische Tubenindustrie nach dem Krisenjahr 2009 mit einer Innovationsoffensive durchstartet, so die Veranstalter. Davon zeugte eine Reihe von neuen Ideen bei Design, Funktionalität und Produktionstechnologie. Die sieben Jury-Mitglieder aus den Reihen der etma-Unternehmen kürten 2010 wieder die besten Tuben in den Kategorien Aluminium-, Kunststoff- und Laminattuben sowie Prototypen.
Der Sieger bei den Aluminiumtuben kommt in diesem Jahr aus dem Hause Linhardt. Das Unternehmen mit Sitz in Viechtach überzeugte die Jury mit einer Kombination aus einer Aluminiumtube mit Kunststoffkanüle und einem deutlich sichtbaren Originalitätsschutz. Auf einer Aluminiumtube mit Membrane wird ein farbiger Gewindenippel aufgebracht, auf den anschließend eine vormontierte Verschluss- und Applikationseinheit aufgeprellt wird. Der farbige Nippel zeigt die Unversehrtheit der Tube vor dem Erstgebrauch an. Das lästige Entfernen eines Abstandsrings entfällt. Beim ersten Aufschrauben der Verschluss- und Applikationseinheit auf die Tube durch den Verbraucher wird gleichzeitig die Schutzmembran perforiert. Das Füllgut kann nun mit dem ergonomisch gestalteten Applikator zielgenau aufgetragen werden.
Flip-Top-Klappe oder Unterdruck
In der Kategorie Kunststofftuben konnte sich ein Produkt von Tubex Rangendingen in Szene setzen. Die bewusst matt gestaltete Farbe des Tubenkörpers steht im Kontrast zur hochglänzenden und farbig abgestimmten Flip-Top-Kappe. Die Verschlusskappe ermögliche die einfache und bequeme Anwendung des Produkts mit nur einer Hand, urteilte die Jury. Kleine Noppen am oberen und unteren Rand der Tube sorgen zusätzlich für einen haptischen Effekt. Die Anwendungsbeschreibung auf der Rückseite wird durch weißen Siebdruck besonders gut lesbar.
Bei den Laminattuben setzte sich wiederum Linhardt durch, die Verbindung einer Multiflex-Tube mit unsichtbarer Schweißnaht und einem Airless-Spender-System, das auf die Tube aufgeprellt wird. Betätigt der Verbraucher den Spender, wird durch ein spezielles System ein Unterdruck erzeugt und eine bestimmte Menge des Füllguts abgegeben. Bei jedem Hub wird die Tube etwas mehr komprimiert. Ein "glänzendes" Beispiel, so die etma, für die Weiterentwicklung von Design und Markenauftritt liefert die Schweizer Firma Obrist mit ihrer Alu-Digital-Foil-Tube, die in der Kategorie Prototypen den Sieg davontrug.