KHS beschreibt in einem Beitrag erste Ergebnisse zu einer vom BMBF geförderten Studie zur nachhaltigen Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz bei der Herstellung von PET-Flaschen (siehe dazu der große Hintergrundartikel in VR 10/10, Bestellformular www.verpackungsrundschau.de/issue/probe).
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Unter anderem 3 % Materialersparnis bei PET-Flaschen.
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Dieser Frage gehen Experten entlang der Streckblasprozesskette im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes nach, das vom Projektträger Forschungszentrum Karlsruhe betreut wird. Erste Ergebnisse liegen nun vor. Mit in das Projekt involviert sind das IKV, AdPhos Innovative Technologies, der Okertaler Mineralbrunnen sowie KHS Corpoplast. Praxistests zu gewonnenen Erkenntnissen werden auf einer InnoPET Blomax Serie III beim Okertaler Mineralbrunnen durchgeführt.
Wie bedeutend dieses Projekt ist, zeige die enorme Menge an PET-Flaschen, die Jahr für Jahr zum Konsumenten gelangt. Allein in Deutschland werden jährlich etwa 25 Mrd. PET-Flaschen produziert, weltweit seien es nach Angaben der Experten um die 500 Mrd.
Drei Kennzahlen unterliegen im Rahmen des Projekts der besonderen Prüfung: Material-, Strom- und Druckluftverbrauch. Als wesentlichste Kennzahl ist dabei das Gewicht des PET-Materials/Flasche definiert. Generell sind 70 % der Kosten für eine PET-Flasche im Materialeinsatz. Jeweils weitere 15 % der Kosten betreffen die Herstellung des Preforms und die Produktion der Flasche. Kostensenkungen seien immer mit verminderten Energieverbräuchen gleichzusetzen. Erste Untersuchungen verdeutlichten, dass sich durch ein zügigeres Verstrecken des PET-Materials eine etwa 3%ige Materialeinsparung ergeben kann. Für die 1,5-l-PET-Flasche bei Okertaler bedeute das eine mögliche Reduktion des Materials von 31 g auf 30 g.
100 Mio. sparen 100 t und 120000 Euro
Pro PET-Flasche ein Gramm weniger an Material hätte zur Folge, dass sich bei einer jährlichen Produktionsleistung von etwa 100 Mio. PET-Flaschen ca. 100000 Kilogramm PET-Material einsparen ließen. Bei einem Marktpreis von 1,20 Euro/kg PET trage das die jährliche Kostenreduktion von 120000 Euro in sich.Für den Aufheizprozess der Preforms ermittelten bislang praktizierte Untersuchungen bei Okertaler Mineralbrunnen eine energetische Optimierungsmöglichkeit bis zu 20 %. Bei der neuen Streckblasmaschinen-Generation InnoPET Blomax Serie IV sei eine weitere Reduzierung des Energieverbrauchs um bis zu 30 % realisierbar. Das Potenzial für Drucklufteinsparungen für die 1,5-l-PET-Flasche bei diesem Brunnen liege bei etwa 31 % im Gesamtprozess bei ca. 36 %, so KHS.