Für Aluminiumverpackungen setzt sich der positive Trend beim Recycling fort. Von 91800 t im Markt wurden gemäß einer aktuellen Studie der GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung mbH, Mainz, im Jahr 2010 79300 t verwertet. Dies entspricht einer Recyclingrate von 86,4 %. Speziell für Aluminium-Getränkedosen im Pfandsystem geht die GVM von einem Rücklauf von 96 % aus. Dies ist der höchste Wert in Europa, so der GDA.
„Wir verfügen in Deutschland über gut etablierte Strukturen zur Sammlung und Verwertung gebrauchter Verpackungen sowie eine hohe Motivation der Bürger zur Mitwirkung. So kann der Wertstoffkreislauf für Aluminium weitgehend geschlossen werden“, kommentierte Hans-Jürgen Schmidt, Geschäftsführer der DAVR Deutsche Aluminium Verpackung Recycling GmbH, Grevenbroich die aktuell veröffentlichten Zahlen. Die GVM ermittelt jährlich das Aufkommen und die Verwertung von Verpackungsabfällen in Deutschland - auch im Auftrag des Umweltbundesamtes, Berlin.
“Die aktuellen Zahlen der GVM stellen eine wichtige Kenngröße dar, um die Verbesserung der Umwelteigenschaften zu messen. Dies trägt mehr zur Nachhaltigkeit bei als den Recyclinganteil in bestimmten Aluminiumerzeugnissen zu erhöhen. Die Schließung von Materialkreisläufen ist der richtige Weg zur Ressourcenschonung und Energieeinsparung“, sagte Christian Wellner, Geschäftsführer des GDA-Gesamtverband der Aluminiumindustrie, Düsseldorf.
Beim Recycling von Aluminium können bis zu 95 % der für die Primärerzeugung notwendigen Energie eingespart und damit wertvolle Rohstoffe und Ressourcen geschont werden. Auch der Beitrag zum Klimaschutz ist beträchtlich. Basierend auf den in den letzten Jahren erreichten Verwertungsraten betragen die jährlichen Einsparungen von Treibhausgasen nach Berechnungen der DAVR etwa 420000 t sogenannter CO2-Äquivalente.