Das Produktionsvolumen von Glasverpackungen ist 2011 in Europa gemäß der heute von der Fédération Européenne du Verre d'Emballage (Feve) veröffentlichten Daten um 4,2 % gewachsen. Das Wachstum bestätigt den im 1. Halbjahr 2011 verzeichneten Anstieg (4,7 %) und baut auf einen positiven Trend nach der Finanzkrise 2009 auf. Die Produktionszahlen haben mittlerweile wieder den Stand von 2006 erreicht. Das Gesamtproduktionsvolumen in Europa betrug 21,7 Mio. t im Vergleich zu 20,8 Mio. t im Vorjahr. Angesichts der Marktdiversifizierung sowie großer Fortschritte im Bereich der Gewichtsreduzierung geht man bei einer konservativen Schätzung davon aus, dass in ca. 160 Werken in Europa über 50 Mrd. Einheiten für den heimischen und den internationalen Markt produziert wurden, so der Verband.
"2011 war eine starke Erholung des Produktionsvolumens der Branche zu beobachten, die sowohl durch eine steigende lokale Nachfrage als auch durch einen Anstieg des Exports aus Europa bedingt ist. Dies zeigt eindeutig, dass die Branche (ca. 50000 Mitarbeiter) in Europa trotz des zunehmenden Wettbewerbs mit anderen Materialien und eines unklaren wirtschaftlichen Rahmens auf überaus festen Beinen steht, was zu Zeiten makroökonomischer Unsicherheiten sehr beruhigend ist", so Feve-Präsident Stefan Jaenecke.
In einigen führenden Märkten wie Deutschland (7,3 %), Frankreich (5 %), Spanien (4,4 %), Portugal (3 %) und Italien (1,8 %) wurde ein starkes Wachstum verzeichnet. Die Lage war stabil im Vereinigten Königreich (-0,3 %) und Polen (0,5 %), während die Türkei den exponentiellen Wachstumstrend des Vorjahres fortsetzen konnte, wenn auch langsamer als zuvor (5,5 %).