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Branchen-News


04. Juli 2012

Gaplast baut nachhaltig

Rund 8,6 Mio. Euro hat der bayerische Kunststoffverarbeiter Gaplast in den neuen Produktionsstandort Peiting investiert. Im März 2011 erfolgte der Spatenstich. Nur 11 Monaten später hat die Peneder Bau GmbH, Atzbach/Oberösterreich, als Generalunternehmer diesen schlüsselfertig übergeben. Mit den zusätzlichen 5100 m2 Nutzfläche will der innovative Hersteller von Kunststoffverpackungen für Pharma, Kosmetik- und Medizin seinen Umsatz in den nächsten Jahren verdoppeln. Mit einer tief greifenden Verzahnung architektonischer Kompetenz und technologischer Innovationskraft sei es Peneder gelungen, die Energiekosten massiv zu senken, Gaplast so einen echten Wettbewerbsvorteil zu verschaffen und damit einen neuen Produktionsstandard in der Kunststoffbranche zu setzen, so das Unternehmen Peneder.


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„Wir bekommen ständig Komplimente für unser neues Werk“, freut sich Firmengründer Roland Kneer über die positive Resonanz in der Region. Nicht minder erfreut ist der Unternehmer freilich über das Interesse seiner Kunden – Namen wie Boehringer Ingelheim, Roche, L’Oréal oder Teva Ratiopharm. Immer wieder führt der Firmenchef Vertreter aus der Medizintechnik- und Pharmabranche höchstpersönlich durch die Produktion. „Danach ist der Tenor immer der gleiche: Das Gebäude hält innen, was es außen verspricht“, betont Kneer. Die geografische Ausrichtung des Gebäudes, Größe und Anordnung der Fenster, thermische Isolierung, ein maßgeschneidertes Lüftungskonzept, Abwärmenutzung aus den Produktionsprozessen, ein "bahnbrechendes" Reinraumkonzept, ein Energiemonitoring und eine zentrale Gebäudeautomation sorgen für Einsparungspotenziale. Mit allen neuen Einrichtungen und Installationen liegt die Gesamtinvestition laut Leonie Kneer bei rund 11 Mio. Euro.

Schützen und kühlen gleichzeitig

Anstatt die gesamte Produktionshalle als Reinraum zu bauen, entwickelte Peneder mit der Partnerfirma Stiwa die so genannte „AirShowerBox“, die bei den 28 Spritzgussmaschinen installiert wurde. Dadurch wird das Produkt unmittelbar nach dem Werkzeugauswurf geschützt und gleichzeitig gekühlt, bei minimiertem Energiebedarf. „Die Alternative wäre gewesen, die gesamte Produktionshalle als Reinraum auszugestalten. Das wäre aber eine nicht gerade visionäre und langfristig kaum vertretbare Energieverschwendung gewesen“, begründet Geschäftsführer Christian Peneder die Neuentwicklung.

In 2011 hat Gaplast nach eigenen Angaben mit 150 Mitarbeitern rund 20,6 Mio. Euro erwirtschaftet. Weil R. Kneer auch weiterhin mit kräftigen Zuwächsen rechne, werde sich der Umsatz binnen 7 Jahren verdoppeln. Hauptverantwortlich dafür werde der Standort Peiting sein, weil dort der Schwerpunkt der Spritzgussproduktion, gleichzeitig der Hauptumsatzbringer, liegen werde.