Die deutsche Druckindustrie konnte im Jahr 2011 von der guten Entwicklung der Gesamtwirtschaft profitieren, so der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) gestern in Frankfurt am Main.
Im Jahr 2011 erwirtschafteten die rund 9700 Unternehmen der Branche einen Umsatz von ca. 20,3 Mrd. Euro. Profitieren konnten vor allem die Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten, die davon insgesamt 13,1 Mrd. Euro erwirtschafteten. Sie legten erstmals nach zwei Jahren mit negativen Umsatzwachstumsraten 2,6 % beim Umsatz zu. Die Kapazitätsauslastung der Druckbetriebe stieg im Jahresdurchschnitt 2011 auf 81,8 %, nach 81,7 % im Vorjahr. Die ersten Einschätzungen für das 1. Halbjahr deuten auf eine Stagnation hin. Für das Gesamtjahr 2012 erwartet der Spitzenverband der deutschen Druckindustrie eine leichte Belebung. Impulse sieht der Verband durch die abgeschlossene internationale Leitmesse drupa und die Werbegroßereignisse Fußball-Europameisterschaft und Olympische Sommerspiele. Die aktuelle Verbands-Prognose für 2012 geht von einem Umsatzplus von 1,5 % aus.
In der deutschen Druckindustrie arbeiten derzeit rund 154524 Mitarbeiter, das sind 2,7 % weniger als im Vorjahr (2010: 158751). Die Zahl der Betriebe verringerte sich um 3 % auf 9746 Betriebe (2010: 10043). Die Erzeugerpreise für Druckleistungen sind seit dem Jahr 2003 erstmals im Jahr 2011 um +1,3 % gestiegen. Sie deckten, so der bvdm, allerdings bei weitem nicht die seit Jahren stark steigenden Kosten für Energie und Rohstoffe.