Vor 50 Jahren wurde die erste Blisterpackung auf den Markt gebracht. Heute ist eine Welt ohne diese nutzerfreundliche Einzeldosispackung für feste Arzneimittel nur schwer vorstellbar. Sie bietet zahlreiche Vorteile für den Endnutzer; der augenfälligste besteht darin, dass jederzeit klar ist, wie viele Tabletten bereits eingenommen wurden.
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Sorgt für hohe Sicherheit und Produktschutz: die Blisterverpackung.
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Ursprünglich wurde diese Verpackungsart, bestehend aus einem Blisternapf und einer Deckfolie, jedoch nicht für Pharmaprodukte, sondern für Lebensmittel entwickelt. Neue Materialien und modernes Design haben entscheidend geholfen, diese zukunftsweisende Verpackung zu einem unverzichtbaren Teil unseres Lebens werden zu lassen: einfach mit sich zu führen, in einer breiten Palette an Formen, Größen und Formaten verfügbar, einfach zu bedrucken und zu kennzeichnen. Und nicht zuletzt bietet sie hohe Sicherheit und Produktschutz.
Schwere Geburt
Dabei war die Geburt des Blisters alles andere als leicht. Erst mit der Entwicklung der ersten Anti-Baby-Pille durch Schering (heute Bayer) wurde eine Verpackung nötig, die den Frauen eine einfach zu kontrollierende Dosierung über einen definierten Zeitraum ermöglichte. Die Lösung in Form einer Blisterpackung kam Anfang der 1960er-Jahre von Hassia, einem führenden Hersteller von Verpackungslinien, auf den Markt. Dies traf mit der Entwicklung von PVC und später Copolymer zusammen, die gut formbar sind und dadurch tiefe Kavitäten im Blister ermöglichen. Eine entscheidende Komponente war die Entwicklung von Hartalufolie als Deckmaterial für Durchdrückpackungen – ursprünglich „Springfolie“ genannt.
Die ersten Maschinen waren recht langsam, konnten jedoch schon bald mehr als 400 Blister/min herstellen. Heute produzieren viele Maschinen bis zu 1200 Blister/min. Die hohe Zugfestigkeit, Dichtheit und ausgezeichnete Haftung von Alufolie hat diese Geschwindigkeiten ermöglicht. Die neuen Blisterpacks sparen mehr als 60 % des Materials gegenüber traditionellen Packungen ein.
Zwei Arten Blisterpackungen für Tabletten haben sich laut European Aluminium Foil Association herauskristallisiert. Die am weitesten verbreitete Form ist eine Kombination aus thermogeformter Kunststofffolie zur Herstellung der Blisternäpfe und eine Decklage aus einem festen 20-µm-Alufolienlaminat für Durchdrückblister. Mit der nächsten Blister-Generation, dem Coldform- oder Alu/Alu-Blister, stellte Alufolie ihren Wert unter Beweis. Kein anderer flexibler Packstoff reicht an einen Blister rein aus Alufolie heran, um gegen Feuchtigkeit und Gaseintritt zu schützen. Ein typischer Alu/Alu-Blister verwendet ein 45-µm-Folienlaminat für den Coldform-Blister und eine 20-µm-Decklage.
Die wichtigsten europäischen Hersteller von Blisterfolie sind heute Amcor Flexibles, Aluberg, Ariflex, Carcano Antonio, Constantia Flexibles und Hydro.