Die deutsche Metallverpackungsindustrie hat das Jahr 2011 mit leichten Zuwächsen bei den produzierten Verpackungsmengen und den erzielten Umsätzen abgeschlossen. Dabei tendierten die verschiedenen Verpackungssegmente durchaus unterschiedlich.
Im Jahr 2011 wurden in Deutschland insgesamt rund 1,75 Mio. t Aluminium und Stahl zu Verpackungen verarbeitet und damit eine Steigerung von 2,5 % gegenüber dem Vorjahr erzielt. Mit rund 5,7 Mrd. Euro stieg der Wert der produzierten Verpackungen gegenüber dem Jahr 2010 um 2,3 % an. Für die einzelnen Metallverpackungssegmente stellte sich die Entwicklung laut VMV Verband Metallverpackung unterschiedlich dar:
Verpackungen aus Schwerblech werden überwiegend im industriellen Bereich eingesetzt. Mit einer Blechdicke von mindestens 0,5 mm fassen sie Füllmengen von 50 bis 300 Litern beziehungsweise in einigen Bereichen noch deutlich größere Volumina. Hier wurden im Jahr 2011 Steigerungen bei den produzierten Mengen von 9,3 % erreicht, der Produktionswert wuchs um 7, 6 % an. Gebinde aus Weißblech haben eine Blechdicke von maximal 0,49 mm und fassen Füllmengen bis zu 40 Litern. Sie werden sowohl in der Industrie als auch im Konsumgüterbereich verwendet. Die Menge der produzierten Weißblechverpackungen sank im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um 4,6 %. Demgegenüber stieg der Produktionswert dieser Verpackungen leicht um 1,5 % an.
Nach Angaben des Gesamtverbands der Aluminiumindustrie verzeichneten die Hersteller von Aluminiumverpackungen im Jahr 2011 einen leichten Produktionsrückgang von minus 1 % gegenüber dem Vorjahr, der in erster Linie mit technischen Entwicklungen zusammenhänge.
Füllgutanforderungen sprechen für Metall
Für das laufende Jahr 2012 richten sich die Erwartungen der deutschen Metallverpackungshersteller darauf, das Niveau des Vorjahres zu halten. Positiv stimme die Branche dabei, dass der Großteil der Füllguthersteller nach wie vor zurückhaltend mit der Substitution in alternative Packmittel umgehe. Gründe dafür liegen in den hohen Anforderungen, die viele Füllgüter hinsichtlich Schutzwirkung, Funktionalität und Nachhaltigkeit an ihre Verpackungen stellen, so der VMV abschließend.