Um die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes zu sichern, investiert die Düsseldorfer Gerresheimer Gruppe im kommenden Jahr 15 Mio. Euro in ihren traditionsreichen Standort Essen. Dann wird die turnusmäßige Erneuerung einer der beiden Schmelzwannen der Glashütte fällig. Die neue Anlage wird nicht nur ein größeres Fassungsvermögen haben, sondern auch effizienter mit der eingesetzten Energie umgehen. Dafür sorgen eine moderne Feuerungstechnik sowie eine verbesserte Energierückgewinnung.
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Heiße Fläschchen - es wird neu investiert.
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Das Werk an der Ruhr gehört zum Geschäftsbereich „moulded glass“ (Behälterglas) der Gerresheimer Gruppe und beliefert die Pharma- und Kosmetikindustrie sowie Nahrungsmittel- und Getränkehersteller. Zum Sortiment gehören Injektions- und Infusionsflaschen sowie Tablettengläser und Tropfflaschen, Kosmetikflakons und –tiegel sowie Miniaturflaschen für die Spirituosenindustrie. Kleine Serien, die häufige Werkzeugwechsel erfordern, sind dabei die Spezialität der Essener Glasmacher: Insgesamt laufen rund 800 verschiedene Formen im Jahr über die Produktionsanlagen.
Tradition seit 1723
Nur wenige Unternehmen in Deutschland und der Welt können auf eine so weit zurückreichende Firmengeschichte zurückblicken wie die Gerresheimer Glashütte in Essen: Seit 1723 existiert das Werk im Herzen des Ruhrgebietes unter wechselnden Namen, überstand die Wirren dreier Jahrhunderte einschließlich Besatzung und Luftkrieg. Bis heute ist sie - allem Strukturwandel zum Trotz - ein wichtiger Faktor der wirtschaftlichen Entwicklung in der Region, als Arbeitgeber, Ausbildungsbetrieb und als Quelle technischer Innovationen.
(Andreas Tietz)