Der internationale Papier- und Verpackungskonzern Mondi, Wien/Südafrika, kauft heute von der Duropack GmbH zwei Werke. Die deutschen Wellpappenwerke in Ansbach und ein Werk in Budweis/Tschechien, wie auch von Duropack bestätigt wird. Mondi gibt den Kaufpreis mit 125 Mio. Euro in Cash an.
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Im Hochpreissegment angesiedelt, Spezialverpackungen aus Ansbach. Eine manipulationssichere Verpackung, nominiert für den Dt. Verpackungspreis 2012.
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Das deutsche Werk gilt als Spezialist für hochpreisige Schwerwellpappen- und Spezialverpackungen, Budweis stellt neben Wellpappenverpackungen noch Wellpappenrohpapiere her. Dazu gibt es noch recycelte Qualitäten. Beide Verpackungswerke stellen rund 130000 t Wellpappe her, die Mühle für Recyclingware wird mit einer Kapazität von 105000 Jato angegeben. Beide übernommenen Aktivitäten setzten laut Mondi 160 Mio. Euro um (zum 31.12.11) und erwirtschafteten den Angaben nach ein Ebitda von 23 Mio. Euro.
Beide Seiten stärken sich
Die Wiener wollen mit dieser Übernahme ihre führende Marktposition bei Wellpappenverpackungen in Zentral- und Osteuropa ausbauen. Die Constantia-Packaging-Tochter Duropack/Österreich, die sich als führender Anbieter in Ost- und Südeuropa sieht, will sich auf Osteuropa und auf ihr Kerngeschäft Verpackungen konzentrieren, der Verkaufserlös könnte auf dem Balkan investiert werden. Die Österreicher verlieren ca. ein Drittel ihres Umsatzes von rund 450 Mio. Euro. Die Übernahme ist noch zustimmungspflichtig durch die Behörden.
OEP suchte lange Käufer
Der Investor One Equity Partner (OEP) wollte den Wellpappenhersteller Duropack schon seit Anfang 2011 verkaufen. OEP hatte die damals börsennotierte Constantia Packaging im Jahr 2010 für 430 Mio. Euro übernommen. Hintergrund war, dass die Erbin des Vermögens der Inhaberfamilie Turnauer, Christine de Castelbajac, mit ihrer Constantia-Privatbank in finanzielle Schwierigkeiten geriet.
(ns)