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Branchen-News


18. September 2012

BMS zurück an Mühlbauer

Mit dem Verkauf der Anteile aus der insolventen Ziemann Gruppe an die Reinhard Mühlbauer GmbH & Co. KG ist auch für die Ziemann-BMS Maschinenfabrik GmbH in Pfatter der Weg in eine eigenständige Zukunft geebnet. Das Unternehmen mit derzeit ca. 60 Mitarbeitern war erst im Jahr 2010 vom Gründer Reinhard Mühlbauer mehrheitlich an die Ludwigsburger Ziemann verkauft worden. Die Strategie des Brauerei-Anlagenbauers Ziemann sich global auch im Abfüll- und Verpackungsbereich zu positionieren ging auf Grund der Markt- und Wettbewerbssituation nicht auf. Hinzu kamen massive Verluste im Kerngeschäft von Ziemann, unter denen auch die BMS
zunehmend zu leiden hatte.

„R. Mühlbauer hat als Branchenkenner und Unternehmensführer in der Vergangenheit bewiesen, dass die BMS ein leistungsstarker und zuverlässiger Lieferant für die Getränkeindustrie ist. Dies wird sie auch in Zukunft sein“, so Insolvenzverwalter Dr. Braun. Ab sofort wird das Unternehmen wieder als BMS Maschinenfabrik GmbH am Markt agieren. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. „Es hat sich bewährt, dass wir in der Restrukturierung der Ziemann Gruppe von Anfang an auf eine konsequente wirtschaftliche Trennung der BMS geachtet haben.“ erläutert der Sanierungsgeschäftsführer der Ziemann Gruppe Jörn Trierweiler.

Ziemann Gruppe

Das Unternehmen ist ein Hersteller von Brauereianlagen und Tanks. Seit 160 Jahren entwickelt und fertigt man komplette Brauereianlagen sowie Einzelkomponenten und Tanks für die Brauindustrie. Im vergangenen Jahr hat der Brauereianlagen-Hersteller nach eigenen Angaben eine Gesamtleistung von 170 Mio. Euro erwirtschaftet. Nach hohen Verlusten in den letzten Jahren war die Unternehmensgruppe in eine finanzielle Schieflage geraten und hatte im Herbst letzten Jahres mit einer radikalen Restrukturierung begonnen. In deren Verlauf hatten die Muttergesellschaft und die Firmen in Ludwigsburg und Bürgstadt im Juni 2012 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Die Tochtergesellschaft BMS sowie die ausländischen Töchter in Brasilien, Frankreich und Indien waren von der Insolvenz nicht betroffen. Die VR berichtete in den vergangenen Wochen mehrfach (29.6.12, 17.8.12, 29.8.12).