Seit Wochen und Monaten gibt es Gerüchte um den Verkauf der Krauss Maffei Plastics Machinery, München. In der Branche und in den Medien wird es jetzt konkreter mit einem Verkauf des Spritzgussmaschinenspezialisten nach China, der Abschluss stünde unmittelbar bevor. Der Eigentümer, US-Investor Madison Capital, erhoffe sich einen Verkaufspreis von 700 Mio. Euro.
Der Verpackungsbereich der Münchner liege nach Expertenmeinung bei rund 10 % der Spritzgießumsätze, anders sieht es da schon bei der Schweizer Tochter Netstal aus. Hier ist der Maschinenanteil für Packaging wesentlich höher, bekannt ist das Unternehmen für seine PET-Preformmaschinen, seine Schraubverschlüsse produzierenden Anlagen oder die Automaten für dünnwandige Behälter (Margarinebecher usw.).
Mehrere Teilnehmer eines Kunststoff-Branchenforums äußerten sich der VR gegenüber kritisch. Eine Zukunft für Krauss Maffei unter chinesischer Regie sehen sie nicht, das Unternehmen würde "nur ausgesaugt" werden.
(ns)