Aufgrund der jüngsten Tarifrunde in der Metallindustrie (4,3 Prozent mehr Lohnkosten) sowie gestiegener Transportkosten hat Weltmarktführer Greif für die Kölner Tochter Greif Germany GmbH eine Anhebung der Stahlfasspreise angekündigt.
Die Fassexperten sind sich bewusst, mit diesem Schritt eine wenig willkommene Entscheidung getroffen zu haben. "Nach Abwägung aller Überlegungen sind wir jedoch zu dem Ergebnis gekommen, dass sich die derzeit inakzeptable Preissituation im Sinne aller Stahlfass-Nutzer nicht negativ auf entscheidende Aspekte in der Wertschöpfungskette auswirken darf", so Dirk Hollstein, Geschäftsführer Greif Germany.
Industrielle Transportverpackungen
Das Unternehmen hat nicht zuletzt angesichts seiner Position als weltweit bedeutendster Stahlfasshersteller eine global absolut wettbewerbsfähige Kostenstruktur erarbeitet. Insofern ist Hollstein überzeugt: "Falls die Preissituation am deutschen Markt nicht zeitnah auf ein faires Level zurückfindet, muss damit gerechnet werden, dass bei manchen Herstellern Lieferengpässe oder gar Werksschließungen unvermeidbar sind."
Mit rund 16 000 Mitarbeitern an mehr als 250 Standorten in über 50 Ländern rund um den Globus ist Greif heute der weltweit führende Anbieter industrieller Transportverpackungen (Fibre-, Stahl- und Kunststofffässer; Behälter aus Wellpappe; Intermediate Bulk Container / IBC; Wellpappe zum Transportschutz; Mehrlagenversandboxen und Containerboards). Das Unternehmen wurde 1877 von deutschen Auswanderern in den USA gegründet. Noch heute befindet sich der Hauptsitz im amerikanischen Delaware/Ohio. Seit 1928 betreibt das Unternehmen sein Deutschlandgeschäft - zunächst von Hamburg, heute von Köln aus. Produktionsstandorte sind in Hamburg, Attendorn und Monzingen. Rund 250 Mitarbeiter erwirtschaften einen Jahresumsatz von 80 Mio. Euro.