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Branchen-News


24. Oktober 2012

Fischgratin mit Bio-PE

Der CKB-Verpackungskarton aus dem schwedischen Stora Enso-Werk Skoghall ist jetzt mit einer Polyethylenbeschichtung aus erneuerbaren Rohstoffen erhältlich. Die Einführung des biobeschichteten Verpackungskartons wurde durch die Zusammenarbeit mit dem schwedischen Unternehmen Trioplast/Ekmans ermöglicht. Die ersten Verbraucherprodukte, die in Verpackungen aus dem neuen Karton in den Handel kommen werden, sind im schwedischen Kungshamn hergestellte Fischgratins von Domstein ASA, einem norwegischen Verarbeiter von Fisch und Meeresfrüchten.


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Fischgratin-Verpackungen aus dem neuen biobeschichteten Karton sind Anfang 2013 in den Regalen.
Foto: Stora

Domstein legt nach Angaben von Stora hohen Wert auf Nachhaltigkeit. "Unsere Geschäftstätigkeit muss umweltfreundlich sein und hohe ökologische Maßstäbe aufrecht erhalten", heißt es dazu in der Nachhaltigkeitspolitik des Unternehmens. Der Fischexperte möchte sicherstellen, dass sowohl seine eigene Geschäftstätigkeit als auch die seiner Partner in Einklang mit den Grundsätzen nachhaltiger Entwicklung steht. Die Markteinführung der Fischgratin-Verpackungen aus dem neuen biobeschichteten Karton ist für Anfang 2013 vorgesehen.

"Für uns bei Domstein ist es wichtig, Möglichkeiten zu finden, wie wir dem Verbraucher bei umweltfreundlichen Kaufentscheidungen helfen können", erklärt Ulrica Wahlund, Sales Manager von Domstein in Schweden. "Wir betrachten das Produkt und die Verpackung als eine Einheit und suchen für beide nach neuen Ideen."

Polyethylen (PE) ist der weltweit am meisten verwendete Kunststoff und wird bei Verpackungskarton häufig als Feuchtigkeits- und Fettbarriere eingesetzt. Das zur Beschichtung von CKB-Karton verwendete biobasierte PE wird laut Stora Enso in Brasilien aus Zuckerrohr hergestellt. Es weise genau dieselben Verhaltenseigenschaften auf wie herkömmliches PE auf fossiler Basis und eigne sich damit für eine Vielzahl von Anwendungen.

PE aus nordischen Wäldern?

"Eine Barrierebeschichtung auf Basis erneuerbarer Rohstoffe in unser Produktportfolio aufzunehmen, ist ganz im Sinne unserer Unternehmensmission, den Kunden nachhaltige und innovative Verpackungsmaterialien anzubieten", erklärt Fredrik Werner, Market Support and Product Manager des Werks Skoghall. "Wir sehen auf dem Markt ein zunehmendes Interesse an nachhaltigen Barrierebeschichtungen, und dieses biobasierte Polyethylen hat dazu noch den Vorteil, genau dieselben Eigenschaften wie PE auf fossiler Basis zu besitzen."

"Für unseren Zulieferer Braskem ist Trioplast ein zuverlässiger Partner mit solidem Know-how, der in der Lage ist, dessen biobasierte PE-Produkte für anspruchsvolle Endanwendungen zu vermarkten", erklärt Pär Wik, Marketing Manager von Trioplast/Ekmans. "Auf längere Sicht wäre es durchaus vorstellbar, PE aus Rohstoffen der nordischen Wälder herzustellen. Bis dahin vermarkten wir Produkte anderer Herkunft unter dem Markennamen Triogreen. Unsere Zusammenarbeit mit Stora Enso ermöglicht die Markteinführung von Triogreen in Kombination mit faserbasiertem Verpackungskarton und erweitert damit die Verfügbarkeit von biobasiertem PE."  Trioplast ist nach eigenen Angaben einer der führenden europäischen Hersteller von PE-Folie und beschäftigt an die 1450 Mitarbeiter in 9 Ländern.