Vergangene Freitag gab Coesia die Übernahme der nordamerikanischen Oystar Unternehmen bekannt (exklusiv in der VR), heute ziehen die Karlsruher mit einem Statement nach: Nach der erfolgreichen Restrukturierung hat die Oystar Group einen Vertrag über die Veräußerung ihrer beiden US-Produktionsgesellschaften abgeschlossen. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die Kartellbehörden. Der große deutsche Verpackungsmaschinenbauer bleibe aber in Nordamerika präsent und konzentriere sich dort auf seine Kernprodukte in den Sparten Dairy und Pharma. Das Maschinenportfolio der Gruppe werde weiterhin über die eigene und auf dem US-Markt seit langem bekannte Vertriebsgesellschaft Oystar USA in Edison/New Jersey vertrieben. „Nordamerika bleibt für uns ein wichtiger Markt, den wir auch künftig mit unserem gesamten Maschinenportfolio abdecken werden“, betonte Oystar Co-CEO Markus Ehl.
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Alleiniger Co-CEO der Oystar Holding: Markus Ehl.
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„Gleichzeitig verschafft uns der Verkauf zusätzliche Kapazitäten und Ressourcen, gemeinsam mit unserem Eigentümer die Weiterentwicklung der wichtigen Märkte Europa und Asien voranzutreiben.“ Die Erlöse aus dem Verkauf werden vollständig in das Unternehmen investiert. Barry Shoulders, CEO der US-Standorte von Oystar, wird das Unternehmen bei Coesia weiterhin führen und tritt somit auch von seiner Position als Co-CEO der Oystar Group zurück, heißt es aus Karlsruhe weiter.
Bei den veräußerten Unternehmen handelt es sich wie von der VR gemeldet um Oystar North America in Davenport/Iowa (ehemals Packaging Technologies) und Oystar North America in Covington/Kentucky (ehemals R.A. Jones). Am Standort Covington werden Hochleistungsbeutelmaschinen für die Lebensmittelindustrie sowie Kartonierer für die Getränke-, Lebensmittel- und Pharma-Industrie produziert. Der Standort Davenport ist bekannt für die Marken KartridgPak, Aerofill, Holmatic/Autoprod, Dawson und MAP Systems „Beide Unternehmen waren im Hinblick auf Kundenstruktur und Produktpalette vom Rest der Gruppe weitgehend unabhängig“, sagte Ehl. „Insofern hat ein Verkauf keine nennenswerten Auswirkungen auf den Rest der Gruppe.“
Die Oystar Group, Karlsruhe/Stutensee gehört seit März 2007 zu dem Beteiligungsunternehmen Odewald. Nach einer Neuausrichtung nach der Finanzkrise 2008 befindet sich die Gruppe auf Wachstumskurs und hatte das Geschäftsjahr 2011 mit einem deutlichen Umsatz- und Gewinnwachstum abgeschlossen. Das operative Ergebnis lag den Angaben nach 10 % über dem des Vorjahres, die Ebitda-Marge bei 10 %. Zuletzt waren die größten Zuwachsraten in Europa, Asien und Indien erzielt worden, wo Oystar seine Marktposition kontinuierlich ausbaut, heißt es heute abschließend.
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