28. Oktober 2013 | Wirtschaft

150 Jahre Helling

Am 13. November 1863 gründete Carl Georg Helling in Hamburg ein Handelskontor, nachdem er seinen Bürgereid geleistet hatte und Hamburger Bürger geworden war. Zunächst ließ er sich mit einem Depot von Segeltuch niederließ. An der sprunghaften wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung des 1871 gegründeten Dt. Reiches partizipierte Hamburg und entwickelte sich zum größten Hafen des Kontinents. Es war das Ein- und Ausfalltor des deutschen Handels nach Übersee. Die Fa. Helling und Co. konnte sich im gleichen Maße weiterentwickeln und nutzte diese Gelegenheit, um neben dem Handel mit Seglerausrüstung auch in eigener Produktion Schiffstauwerk und Segel herzustellen oder produzieren zu lassen.

1953 ergab sich für Helling die Möglichkeit des exklusiven Verkaufs eines amerikanischen Rissprüfmittels namens MET-L-Chek. Dieses für Deutschland neuartige Prüfverfahren fand sehr guten Absatz in der deutschen Industrie und im Handwerk und ist bis heute eine der weitverbreitetsten Methoden zum Prüfen von Werkstücken aus Metall und Kunststoff. 

Indikatorfarben

Nathanael Riess, der 1975 bei Helling als Abteilungsleiter für Chemie und Werkstoffprüfung eingestellt wurde, übernahm Ende der 70er-Jahre die Geschäftsführung. Anfang der 80er-Jahre bei der Aufteilung der alten Gesellschaftsformen hat Riess die Firmengruppen Industrie- und Medizinprodukte, Anlagenbau, Petrochemie und chemische Produkte sowie als Hauptbestandteil die NDT als alleiniger Inhaber übernommen. In die neue Firmenstruktur wurde ab diesem Zeitpunkt eine eigene Fertigungs- sowie Forschungs- und Entwicklungsabteilung eingegliedert. So konnte ein Systemhaus mit Engineering und Consulting aufgebaut werden. Im Verpackungsbereich ist heute das Hauptprodukt Templink, eine Sterilisationsindikatorfarbe.

Unter der Regie von Nathanael Riess wurden im Laufe der Zeit etwa 20000 m² Büroflächen in Hamburg errichtet sowie später ein weiterer Betrieb mit Produktionsanlagen in der Nähe Hamburgs mit einer Fläche von 5000 m² übernommen.

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