23. April 2014 | Wirtschaft

Alu: Ampel auf Grün

 Aluminium an grüner Ampel
Weltweite Aluminium-Aerosoldosenproduktion durchbricht die Schallmauer von 7 Mrd. Dosen.
Quelle: Aerobal/GDA

Die Produktion von Verpackungen aus und mit Aluminium hat sich in Deutschland im vergangenen Jahr dynamisch entwickelt. In fast allen Marktsegmenten verzeichneten die Hersteller von Verpackungen aus Aluminium deutliche Zuwachsraten. Insgesamt profitierte die Branche von der allgemein guten Konsumstimmung.

"Die Verbraucher setzen hohes Vertrauen in eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Das unterstützt den Konsum, und die Nachfrage nach unseren Produkten wächst", sagte Christian Wellner, Geschäftsführer des GDA Gesamtverband der Aluminiumindustrie, Düsseldorf. "Die guten Auftragseingänge bei den Aluminium-Verpackungsherstellern zu Beginn des Jahres stellen die Wachstumsampel auf Grün".

Aluminiumtuben und -Aerosoldosen verzeichneten 2013 ein überdurchschnittliches Wachstumsplus. Dabei legten die Ablieferungen von Aluminium-Aerosoldosen auf Rekordniveau weiter stark zu (+ 8,6 %), bei Tuben stiegen die Ablieferungen um beachtliche + 4,7 %. Zudem führte bei den Aluminiumtuben der Marktausstieg einiger europäischer Konkurrenten zu einer zunehmenden Nachfrage bei den wettbewerbsfähigen deutschen Anbietern. "Starke Nachfrage kam auch aus den wichtigsten Märkten für Aluminiumtuben und -Aerosoldosen, der Kosmetik-,  Pharma- und Lebensmittelindustrie", so Gregor Spengler, Leiter Verpackung beim GDA. Die Nachfrage nach Körperpflegeprodukten sei weiter lebhaft und der Trend zu kleineren Losgrößen und immer aufwendiger geformten Dosen halte an.

Umstellung von Weißblech auf Alu

Bei den Aluminiumfolien führten immer dünnere Folien und der Trend zu leichteren Verpackungen zu einem leichten Rückgang der Ablieferungen (- 3 %). Während hier die Entwicklung in den Marktsegmenten Pharma und Süßwaren noch befriedigend war, ist die Nachfrage aus den Bereichen Molkerei, Genussmittel und andere Lebensmittel teilweise deutlich rückläufig.

Sehr zufrieden zeige sich der Verband mit der Entwicklung bei der Aluminium-Getränkedose, die in den vergangenen Jahren in Deutschland ein beachtliches Comeback feiere. "Getränkedosen sind auf dem Vormarsch, der Aufwärtstrend setzt sich weiter fort", sagte Wellner. Insgesamt wurden 2013 in Deutschland 3,5 % mehr Getränkedosen aus Aluminium und Weißblech abgesetzt. Aluminium profitiert von diesem erfreulichen Trend überdurchschnittlich, da einer der beiden großen Getränkedosenanbieter in Deutschland seine Dosenlinien von Weißblech auf Aluminium umgestellt habe.

Spitze beim Recycling

Das Recycling von Aluminiumverpackungen in Deutschland habe auf hohem Niveau weiter zugelegt und für das Jahr 2012 einen neuen Höchstwert erreicht. Von den im Markt eingesetzten 93 800 t Aluminiumverpackungen wurden 83 500 t stofflich verwertet. Dies entspricht einer Recyclingrate von 89 %. Bei den bepfandeten Getränkedosen liege die Quote sogar bei 96 %.

Einen konjunkturellen Schub für die Aluminiumverpacker erwarten die GDA-Mitgliedsunternehmen von der "interpack 2014". Zahlreiche Unternehmen der Branche werden in Düsseldorf vom 8. bis 14. Mai 2014 ihre Innovationen und intelligenten Verpackungssysteme vorstellen. Auch der GDA präsentiert sich mit einem eigenen Messestand.

Mitaussteller sind die zwei unter dem Dach des GDA geführten internationalen Packmittelverbände European Tube Manufacturers Association (etma) und International Organisation of Aluminium Aerosol Container Manufacturers (Aerobal) sowie die Deutsche Aluminium Verpackung Recycling GmbH (DAVR).

Halle 11, Stand A 37

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