29. Januar 2014 | Wirtschaft

Bärenstarkes Weißblech-Recycling

Bärenstarkes Weißblech-Recycling
Entwicklung der Verwertungsquote von Verpackungsstahl in Deutschland in Prozent
Quelle: GVM

Mit einer stofflichen Wiederverwertung von 93,1 % des verbrauchten Materials konnte Weißblech 2012 seine Spitzenposition unter den Verpackungswerkstoffen in Deutschland auf höchstem Niveau behaupten. Zum 7. Mal in Folge über 90 % liegend, habe sich der jährlich von der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung veröffentlichte Wert für Weißblech bei Werten um 93 % stabilisiert, meldet die ThyssenKrupp Rasselstein GmbH.

Gleichzeitig sei nach einer vorübergehend rückläufigen Entwicklung die Bezugsgröße der verkauften Stahlverpackungen wieder um rund 2 % auf jetzt 501.500 t angestiegen. Die Verwertungsquote für Weißblechverpackungen aus privatem Verbrauch liege mit 95,6 % noch höher als die Gesamtquote und belege die hohe Effizienz der haushaltsnahen Entsorgungssysteme, so die Stahlspezialisten weiter.

Tatsächlicher Wertstoffcharakter

Erstmals seit Festlegung der fünfstufigen Abfallhierarchie durch das Kreislaufwirtschaftsgesetz von 2012 werde in der aktuellen Statistik der „Recycling-Bilanz für Verpackungen“ stoffliche und energetische Verwertung gesondert ausgewiesen. Dadurch wird transparenter, welche Verpackungswerkstoffe im Sinne einer landläufigen Vorstellung von „Recycling“ tatsächlich Wertstoffcharakter haben. Stahl ist ein „permanentes Material“, das auch nach beliebig vielen Wiederverwendungen seine Eigenschaften ungeschmälert beibehält, so das Unternehmen. Die Recyclingbilanz spiegelt die Wertstoffeigenschaft der Weißblechverpackung in der 100-prozentigen Übereinstimmung von Gesamtverwertung und stofflicher Verwertung. Jede recycelte Tonne Stahl erübrige in entsprechendem Maße die aufwändige Erzeugung von Primärstahl. So enthält in stetig wachsendem Maße jedes neu hergestellte Stahlprodukt einen Anteil von wiederverwertetem Stahl. Dieser benötigt weder neu gefördertes Eisenerz noch die Zuschlagstoffe zur Verhüttung und vor allem nicht den hohen Energieeinsatz, der für die Herstellung von Rohstahl erforderlich ist.

„Trotz der erfreulich hohen Rückführungsquote sehen wir jedoch mit Sorge, dass ein zunehmender Anteil auch von Stahlverpackungen aus dem privaten Verbrauch in Grauzonen abwandert und den Dualen Systemen entzogen wird“, merkt Dr. Ulrich Roeske, Vorstandsvorsitzender von Deutschlands einzigem Weißblechhersteller ThyssenKrupp Rasselstein, kritisch an. „Insbesondere Eigenrücknahmesysteme im Einzelhandel und Branchenlösungen bei Großverbrauchern laden ein zu Manipulation und Trittbrettfahrerei. Dem Prinzip der Produktverantwortlichkeit entspräche es jedenfalls besser, wenn diese Möglichkeiten entfielen. Gewinner wären vor allem die Verbraucher“, so Roeske weiter.

KBS Kreislaufsystem Blechverpackungen Stahl

Bereits seit 20 Jahren kümmert sich das von ThyssenKrupp Rasselstein gemeinsam mit dem Verband Metallverpackungen e. V. und dem Bundesverband Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e. V. betriebene Nonprofit-Unternehmen KBS Kreislaufsystem Blechverpackungen Stahl GmbH darum, industriell genutzte Weißblechverpackungen einzusammeln, aufzubereiten und wieder der Stahlproduktion zuzuführen. Seit 10 Jahren agiert die Rasselstein-Tochtergesellschaft Deutsche Gesellschaft für Weißblechrecycling mbH als Vermarkter von Weißblechschrotten aus der Entsorgung des privaten Verbrauchs.

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