11. März 2014 | Wirtschaft

Blue Paper ist in Betrieb

Mit dem offiziellen Beginn der Produktion hat „Blue Paper“ – ein JV der Klingele Gruppe (Remshalden) und der VPK Packaging Group (Alst/B) – ein ebenso ehrgeiziges wie schwieriges Projekt erfolgreich realisiert. In rund einjähriger Bauzeit wurde die ehemalige UPM-Zeitschriftenpapierfabrik in Straßburg in eine moderne Produktionsanlage zur Herstellung leichtgewichtiger Rohpapiere für Wellenpappenverpackungen umfunktioniert.

Auf der Basis von umfangreichem technologischen Know-how in der Papierfabrikation sowie jeder Menge Erfahrungen mit anderen Umbauprojekten konnten Fachwissen und Expertise beider Partner in dem JV gebündelt und genutzt werden. Erst nachdem die Produkte in umfangreichen Testläufen die hohen Qualitätsstandards der eigenen Kartonagenproduktion restlos erfüllten, wurde grünes Licht für die Produktion und Auslieferung des ersten Papiers für Kunden gegeben. Seit Anfang März erschließe Blue Paper damit an seinem strategisch günstigen Standort im Herzen Europas eine neue Rohstoffquelle für die Wellpappenindustrie.

Zugleich positioniere sich das Unternehmen als flexibler und kompetenter Anbieter und – dank der Eigentümerstruktur – ebenfalls bestem Marktzugang in Kombination mit einem unabhängigen lokalen Management. Das Portfolio an leichtgewichtigen Wellenstoffen und Testlinern auf Altpapierbasis erweitere die Angebotspalette beider Partner und bediene die Forderungen von Kunden und Märkten nach qualitativ hochwertigen Produkten bei gleichzeitig starker Umweltorientierung.

Standort gerettet, Arbeitsplätze gesichert

Die Eckdaten belegen nach Angaben beider Unternehmen den Alleinstellungscharakter des Projektes. Noch nie zuvor wurde eine Maschine zur Herstellung von Magazinpapier in dieser Größe entsprechend umgebaut. Die Umbaukosten belaufen sich auf über 100 Mio. Euro. Technologisch gesehen verfüge Blue Paper jetzt über eine Papiermaschine, die absolut „state of the art“ ist. Nahezu alle kritischen Teile wurden soweit möglich auf den neuesten Stand gebracht oder andernfalls durch Neuteile ersetzt.

Es seien allerdings weniger diese Superlative als vielmehr andere Ergebnisse, auf die das JV mit "besonderer Freude zurückblickt". Immerhin konnte die von der Schließung bedrohte UPM-Fabrik gerettet werden. Zuvor getätigte Investitionen und Ressourcen wurden erhalten und 140 direkte Arbeitsplätze gesichert. Klingele und VPK besitzen eine einzigartige Ausgangslage, da sie gemeinsam über 1 Mio. t Wellpappenrohpapiere/Jahr verbrauchen, wodurch sie eine natürliche interne Absatzmöglichkeit für diese neue Kapazität kreieren.

Die VR berichtete vorab am 24. Januar 2013 von diesem Projekt.

Blue Paper ist in Betrieb
Klingele und VPK verbrauchen gemeinsam über 1 Mio. t Wellpappenrohpapiere/Jahr.
Quelle: Klingele
Blue Paper ist in Betrieb
Die Umbaukosten belaufen sich auf über 100 Mio. Euro. Die umgebaute Blue Paper Papiermaschine: Nahezu alle kritischen Teile wurden soweit möglich auf den neuesten Stand gebracht oder andernfalls durch Neuteile ersetzt.
Quelle: Klingele
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