02. Juni 2014 | Marketing

BVE: Mehrweg nicht immer besser

Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie widerspricht der Aussage von Barbara Hendricks, der Umweltvorteil von Mehrweg sei klar erwiesen. Die Bundesumweltministerin hatte kürzlich gegenüber der "Wirtschaftswoche" eine Kennzeichnung für Mehrwegflaschen gefordert, mit dem Ziel, Einwegflaschen und Getränkedosen zurückzudrängen.

"Die pauschale Aussage ‚Mehrweg ist gut, Einweg ist schlecht‘ ist unzeitgemäß und reine Schwarz-Weiß-Malerei. Sie verkennt das vielfältige Engagement der Wirtschaft bei der ökologischen Weiterentwicklung von Getränkeverpackungen. Dies hat dazu geführt, dass Einweg eben nicht mehr per se schlechter ist als Mehrweg", erklärte Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff.

Minhoff unterstreicht die gebindeneutrale Ausrichtung des Dachverbandes. "Für uns zählt, den Verbrauchern Getränke in Verpackungen zur Verfügung zu stellen, die unterschiedlichen Konsumanlässen am besten Rechnung tragen. Dies kann in einem Fall Mehrweg, im anderen Einweg sein". Vor diesem Hintergrund spreche sich die BVE gegen eine Diskriminierung von Gebinden aus. Ökologische Bewertungen hätten auf der Grundlage einer aktuellen, objektiven und soliden Faktenbasis zu erfolgen, so der Verband.

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