15. November 2013 | Wirtschaft

Krug investiert in Abfüllanlage

Krug mit neuem Flaschenfüller
Zwei Chefs unter sich: Volker Kronseder, Vorstandsvorsitzender der Krones AG (li.), gratulierte Brauereibesitzer Konrad Krug zur neuen Flaschenabfüllanlage.
Quelle: Krones

Die im nordbayerischen Raum weitbekannte Brauerei Krug aus Breitenlesau hat in die Zukunft investiert und dieser Tage eine komplett neue Abfüllerei eingeweiht. Die Investition bewegt sich nach Krones-Angaben im Millionenbereich. Bei der Abfüllanlage setzt Krug-Bräu auf Technologie aus Neutraubling, einem der Weltmarktführer in der Getränkeabfüll- und Verpackungstechnik.

300 hl waren es zu Beginn, vor 10 Jahren lag der Ausstoß schon bei rund 18 000 hl und bis heute ist er auf fast 40 000 hl angestiegen. Das Bier von Krug schmeckt gut, so gut, dass die Brauerei mit der Abfüllung nicht mehr nachkam. Abhilfe für dieses „Problem“ hat jetzt eine neue Abfüllanlage von der Krones AG und deren Tochter Kosme geschaffen. Auf 240 m², also auf engstem Raum, wurden eine Flaschenreinigungsmaschine, ein Leerflascheninspektor, ein Füller mit Verschließer, eine Etikettiermaschine, Packmaschinen, Kastenwascher, Flaschen-, Gebinde- und Palettentransporteure sowie ein Palettenbe- und -entladeroboter installiert.

Flaschen gesammelt, gewaschen und einzeln abgefüllt

Der Ur-Ur-Großvater von Konrad „Conny“ Krug hatte das landwirtschaftliche Anwesen 1820 erworben und mit dem Bierbrauen 1834 begonnen. K. Krug hat vor 40 Jahren als 20-jähriger die Brauerei von seiner Mutter übernommen. 300 hl Bier hat er damals nach seiner Brauerlehre im Jahr gebraut. Er war der erste in der Familie, der das Bier in Flaschen füllte. „Ich habe auf einfachste Weise begonnen, Flaschen zusammen gesammelt, mit der Wurzelbürste gereinigt, eingeweicht, mit dem Schubkarren in die Gaststätte gefahren, am Bier-Hahn einzeln abgefüllt, einen Aufkleber draufgeklebt, ‚Lager‘ drauf geschrieben“, erinnert er sich. „Das war mein Stand der Technik im Jahr 1970 und heute habe ich eine Abfüllanlage von Krones“, sagt er, nicht ganz ohne Stolz.

Die Leistung beträgt 8 000 Flaschen/h. Gleich neben der Abfüllerei ist auf 80 m² die zum Betrieb der Anlage notwendige Peripherie eingebracht: Drucktank, Laugenabsetztank, Schnelldampferzeuger, Niederdruckkompressor sowie die Schaltschränke. Hier mündet auch die Bierleitung aus dem rund 100 m entfernten Lagerkeller, die unterirdisch verlegt wurde, auf ein Verteilerpanel. Als Füller wurde ein elektropneumatischer Barifill mit 30 Füllstellen von Kosme installiert.



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