07. November 2013 | Wirtschaft

Nabu: 400000 t Kunststoffabfall zu viel

Nur noch 50 % aller Getränke würden in Deutschland in Mehrweg- und ökologisch vorteilhaften Einweggetränkeverpackungen abgefüllt, so der Naturschutzbund gestern in seiner "Zahl des Monats November". Dabei fordere die geltende VerpackV einen Anteil von 80 %, heißt es dann weiter. Würde diese 30-%-Lücke wieder geschlossen, ließen sich 400000 t Kunststoffabfall vermeiden und ca. 1,5 Mio. t CO2 jährlich einsparen, so der Bund.

Deshalb fordere Nabu und andere Umweltverbände eine Steuer auf Getränkeverpackungen, um den Anteil von Einwegplastikflaschen zu verringern. Da das Einwegpfand bei Abfüllern und Lebensmitteldiscountern durch nicht zurückgebrachte Flaschen und Dosen bzw. durch den Weiterverkauf der angenommenen Getränkeverpackungen als Sekundärrohstoff zusätzliche Einnahmen beschere, sei das Interesse an höheren Mehrwegzahlen in der Wirtschaft gering.

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