03. Februar 2014 | Produkte

Pilotanlage: Vollständiges Recycling von Verbundmaterialien

Der Technologieanbieter Saperatec GmbH, Bielefeld, nahm heute an seinem Firmensitz eine industrielle Pilotanlage zum Recyceln von Verbundmaterialien in Betrieb. Das Unternehmen hat das patentierte Verfahren insbesondere für die Aufbereitung von Kunststoff-Kunststoff- und Kunststoff-Aluminium-Verbunden entwickelt. Neben Verpackungen und Getränkekartons lassen sich mit der Anlage den Angaben nach auch Autogläser oder Photovoltaikmodule recyceln.

Mit speziell entwickelten Mikroemulsionen wollen die Bielefelder eine völlig  neue Möglichkeit bieten, Verbundmaterialien aufzutrennen und somit die einzelnen Bestandteile als saubere Sekundärrohstoffe wiederzugewinnen. In der Anlage sei der gesamte Trennprozess realisiert, so das Unternehmen weiter: von der Behandlung des Verbundmaterials in der Mikroemulsion über das Waschen des aufgetrennten Materials bis hin zur Rückführung der Mikroemulsion und Sortierung der gewonnenen Einzelfraktionen.

1 Mrd. Euro im Müll

„Pro Jahr wandern Verbundmaterialien im Wert von mehr als 1 Nrd. Euro in den Müll. Mit einer Recyclingquote von 100 % sorgt unser nasschemischer Prozess für eine nachhaltige Rohstoffwirtschaft“, erklärt Saperatec-Geschäftsführer Jörg Dockendorf dazu. „Mit dieser Anlage, die bis zu 500 t an Verbund-Abfällen im Jahr aufbereiten kann, weisen wir die industrielle Reife unseres patentierten Verfahrens nach“, erklärt sein Geschäftsführer-Kollege Sebastian Kernbaum. 

In Kürze werde das Unternehmen mit kundenspezifischen Projekten starten. Dazu werde Saperatec das Verfahren für industrielle Anlagen beim Kunden lizenzieren und die entsprechenden Mikroemulsionen bereitstellen.

Zehnköpfiges Team

Die Saperatec GmbH wurde 2010 in Bielefeld gegründet und hat sich seitdem auf die Entwicklung von innovativen Recycling-Technologien auf Basis von Mikroemulsionen spezialisiert. Das zehnköpfiges Team besteht auch aus hochspezialisierten Chemikern und Verfahrensingenieure. Im August 2011 nahm das Unternehmen eine erste Pilotanlage zur Aufbereitung von Solarmodulen in Betrieb und hat seitdem das Verfahren rund um die Mikroemulsionen weiterentwickelt. Für seine zukunftsweisende Technologie wurde das Unternehmen mehrfach ausgezeichnet.

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