04. April 2018 | Wirtschaft

Tschüss Plastiktüte?

Verpackungs-Rundschau Top-News
Die Mehrheit bevorzugt verpackte Ware, zum Beispiel weil es praktischer ist
Quelle: Verpackungs-Rundschau

In einer repräsentativen Umfrage hat Tns-Infratest im Auftrag des Deutschen Verpackungsinstituts (dvi) deutsche Verbraucher zu ihrer Einstellung zum Thema Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Verpackungen befragt.

Demnach spielt der Kauf einer Plastiktüte beim Einkaufen so gut wie keine Rolle mehr. 80,4 % der Deutschen bringen inzwischen eigene Behälter von zu Hause mit. Nur noch 4,5 % kaufen eine Plastiktüte im Laden.

Bei Umweltschutz und Nachhaltigkeit sieht sich eine absolute Mehrheit der Befragten grundsätzlich selbst in der Pflicht. 64,1 % geben an, Verluste zu vermeiden weniger wegzuwerfen. 57,9 % plädieren für mehr Eigenverantwortung und Engagement des Einzelnen, wenn es darum geht, Verpackungsabfälle in der Natur zu vermeiden. Aber auch Staat und Kommunen sind gefordert. 55,8 % wünschen sich mehr Sammelbehälter an mehr Orten, um Verpackungen nachhaltig entsorgen zu können. 53,9 % fordern mehr Aufklärung, auch an den Schulen. Ein grundsätzliches Pfand auf Verpackungen lehnen zwei von drei Befragten ab (67,4 %).

Verpackt oder unverpackt?

32,1 % der Konsumenten finden die regionale Herkunft von Produkten wichtiger, als die Frage, ob diese verpackt oder unverpackt sind. Grundsätzlich bevorzugt die Mehrheit verpackte Ware, sei es aus Kostengründen (22,8 %), Frische- und Hygieneaspekten (20,5 %) oder weil es praktischer ist (14,7 %). 27,7 % greifen beim Einkauf grundsätzlich zu loser Ware.

Das Verpackungsinstitut stellte die Umfrageergebnisse im Rahmen des Deutschen Verpackungskongresses Ende März in Berlin vor. Die jährlich vom dvi organisierte „Meinungsführer-Plattform der Verpackungswirtschaft“ legte dabei zum wiederholten Mal einen Schwerpunkt auf das Thema Nachhaltigkeit.

Redigiert von Christiane Lingrön

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