12. März 2018 | Wirtschaft

Faltschachteln: Für kleine Losgrößen online bestellen

Digitales Muster
Dank Lasertechnologie sollen Konturen, Biegekanten und Mikroperforierungen werkzeuglos erzeugt werden können
Quelle: August Faller / Freepik

August Faller hat einen Ableger namens Digital Packaging Service gegründet. Mit dem neuen Angebot will der Pharmaverpackungshersteller Standardfaltschachteln für Klein- und Kleinstmengen online anbieten. Neu ist, dass das Unternehmen dabei als nach eigenen Angaben erster im Markt vollständig auf ein digitales Geschäftsmodell über alle Prozessstufen hinweg setzt. Das soll Bestell-Vorlaufzeiten verkürzen und Rüstkosten niedrig halten. Bis Jahresende 2018 wird der neue Produktionsstandort in Worms mit einer Fläche von 4.000 qm eingerichtet und der Testbetrieb aufgenommen, kündigte die Gruppe aus Waldkirch an. Ab dem Frühjahr 2019 sollen Kunden dann das neue Leistungsmodell vollumfänglich nutzen können.

Als Faltschachtelwerk für Kleinmengen spezialisiert sich das neue Unternehmen auf Auflagen zwischen 1 und 5.000 Stück. Die Ware soll innerhalb von fünf Tagen über Paketversand beim Kunden sein. Dabei erfolgt die gesamte Auftragsabwicklung über einen Webshop oder über den elektronischen Datenaustausch mit dem Kunden.

Alles ohne Stanzformen

Gedruckt wird digital im 7-Farb-Modus nach Pantone 7 Plus Series. Eine Neuheit im Markt, so der Hersteller, ist die vollständige Digitalisierung des Stanzvorgangs mittels Lasertechnik. So kann das Unternehmen eine werkzeuglose Fertigung ohne Stanzformen realisieren.

Steigende Nachfrage an Kleinstauflagen sieht das Unternehmen unter anderem bei Orphan Drugs und biologischen Arzneimitteln, die nicht wie Tabletten oder Salben aus großen Bulks verpackt und distribuiert werden können, oder bei Produkten, bei denen für einzelne Länder nur kleine Auflagen erforderlich sind. Dabei richtet sich das Angebot auch an Hersteller anderer Branchen, wie der Konsumgüter- und Lebensmittelindustrie.

Geschäftsführer von Digital Packaging Service wird der frühere Standortleiter des Werks in Waldkirch, Nikolaus Reichenbach.

Redigiert von Christiane Lingrön

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