08. Februar 2018 | Verpackungstechnik

Akquisition Nummer 100+

Was Akquisitionen angeht, hat Barry-Wehmiller die 100er-Marke geknackt. Nach Angaben der auf Verpackungstechnologien spezialisierte Gruppe hat ihr deutsches Unternehmen Winkler + Dünnebier – ein Anbieter von integrierten Systemlösungen für die Mail- und Hygieneindustrie – im Januar die in Mayen ansässige Firma Bicma Hygiene Technologie übernommen.

Seit die BW-Gruppe 1987 ihre Akquisitionsstrategie startete, hat sie nach eigenen Angaben ihren Gesamtumsatz um 18 % steigern können. Die Belegschaft ist auf nahezu 12.000 Mitarbeiter angestiegen an mehr als 100 Standorten in 28 Ländern. Während ihrer über 100 Akquisitionen habe die Gruppe lediglich ein kleines Unternehmen veräußert.

Expansion in neue Märkte

„In den 1980er-Jahren wurde uns bewusst, dass wir in neue Märkte und zu neuen Produkten gelangen mussten. Doch finanziell war das Unternehmen alles andere als stabil aufgestellt, sodass eine missglückte Übernahme ein Scheitern der gesamten Firma zur Folge gehabt hätte“, erklärt Bob Chapman, Vorsitzender und CEO der Gruppe. „Als wir unsere Akquisitionsstrategie starteten, hatten wir vor allem Unternehmen im Visier, die ins Straucheln geraten waren und bei denen wir den Eindruck hatten, dass wir dank unseres Wissens die Performance verbessern könnten, wie wir es einst mit unserem historischen Geschäft getan hatten.“

1885 gegründet, belieferte Barry-Wehmiller zunächst die wachsende Brauerei-Industrie von St. Louis mit Fördertechnik und Anlagen zur Pasteurisierung von Flaschen. Heute bietet die Gruppe hauptsächlich Technologien für die Verpackungs-, Wellpappen-, Papier- und -verarbeitungsindustrie an. Das historische Geschäft von einst macht nur noch 10 Mio. US-Dollar am Gesamtumsatz von 3 Mrd. US-Dollar aus.

Mensch im Mittelpunkt

Laut CEO Chapman ist die Akquisitionsstrategie geprägt von einem Fokus auf Menschen,  Sinn und Leistung. „Geht es darum, unsere Ideen in neu dazugekommenen Unternehmen zu integrieren, ist das immer der einfachste Teil: Alle Menschen wollen das Gleiche – wahrgenommen zu werden, das Gefühl zu haben, dass sie einen wertvollen Beitrag zu etwas Erstrebenswertem leisten, und dass sie für diesen Beitrag anerkannt werden“, ergänzt Personalleiterin Rhonda Spencer.

Ingrid De Ridder, zuständig für Personal- und Kulturentwicklung bei dem BW Unternehmen Hudson-Sharp in Europa, fügt hinzu: „Es ist wichtig zu wissen, dass alle unsere Unternehmen weltweit derselben menschen-fokussierten Kultur folgen – egal, ob in Europa oder in den USA. Wir sprechen alle die gleiche Sprache: Der Mensch steht im Mittelpunkt.“

Barry-Wehmiller - damals
1885 gegründet, belieferte das Unternehmen zunächst Brauereien mit Förder- und Pastaurisierungsanlagen
Quelle: Barry-Wehmiller
Barry-Wehmiller - Mitarbeiter
Das Unternehmen legt Wert darauf, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen
Quelle: Barry-Wehmiller

Redigiert von Christiane Lingrön

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