11. Juli 2018 | Wirtschaft

BASF expandiert im 3D-Druck

BASF New Business (BNB) hat alle Anteile von Advanc3D Materials in Hamburg sowie von Setup Performance in Lyon erworben. Advanc3D Materials bietet Kunststoffpulver, Formulierungen und Prozess-Know-how für Selective Laser Sintering (SLS) an. Setup Performance gilt als deren wichtigster Partner bei der Entwicklung und Herstellung von SLS-Materialien. Beide Unternehmen gliedert die BNB in die Organisation ihrer Tochtergesellschaft BASF 3D Printing Solutions (B3DPS) ein.

„Nach der Übernahme von Innofil3D im vergangenen Jahr und der damit verbundenen Stärkung unserer Marktpräsenz bei Kunststoff-Filamenten für die Schicht-Extrusion erweitern wir nun in gleicher Weise den Marktzugang im Arbeitsgebiet Powder Bed Fusion“, sagt Dr. Dietmar Bender, Vice President Manufacturing & Technology. „Mit Produkten wie Polyamid11, Polyamid12 und Polypropylen ist das Portfolio ist komplementär zu unserem eigenen Angebot. Die Akquisition ist ein weiterer Schritt in Richtung unseres Ziels, einer der führenden Anbieter von pulverbasierten Materialien und
Formulierungen für den industriellen 3D-Druck zu werden.“

3D-Druck gewinnt an Bedeutung

Die Herstellung individuell geformter Teile aus Kunststoff mit Hilfe der so genannten additiven Schichtfertigung über ein 3D-Druck-Verfahren gewinnt in der Industrie zunehmend an Bedeutung. Eine Methode in diesem Bereich ist das Lasersintern (SLS). Dabei zeichnet ein Laser die Form eines Objekts in ein Pulver, zum Beispiel Polyamid. Das vom Laser getroffene Material schmilzt. So wird das gewünschte 3D-Objekt schichtweise aufgebaut. Gegenüber Verfahren wie zum Bespiel dem Spritzguss bietet der 3D-Druck Vorteile wie geringere Kosten bei der Produktion von Kleinserien sowie einen geringeren Zeitaufwand, da keine Gießform erforderlich ist.

„3D-Druck“ stand "Im Blickfeld" der Mai-Ausgabe der VR. Lesen Sie hier dazu die Titelstory.

Redigiert von Christiane Lingrön

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