17. Juli 2019 | Packstoffe + Packmittel

Der Bauhaus-Einfluss auf das Markendesign

Lustige Sieben
Lustige Sieben, geprägte Kappenschachtel für 25 Zigaretten der Haus Bergmann Zigarettenfabrik, Dresden. Entwurf Wilhelm Poetter, D um 1924
Quelle: The Boecher Brand & Package Design Collection

Als der Architekt Walter Gropius vor hundert Jahren im thüringischen Weimar das „Bauhaus“ begründete, entstand eine wirkungsreiche Kunstschule, die bis heute einen starken Einfluss auf die ästhetische Wahrnehmung hat. Wurde auch das Marken- und Verpackungsdesign vom Bauhaus geprägt? Gab es Konsumgüter wie Zigaretten, Kaffee oder Tee, die ihrer Verwenderschaft einen Bezug zum Bauhaus attestierten? Dieser Frage geht erstmals eine Ausstellung nach, die aktuell bis Dezember 2019 im Deutschen Verpackungs-Museum Heidelberg gezeigt wird.

Künstlerische Moderne im Alltag

Präsentiert werden, neben bereits bekannten Klassikern (wie etwa den Entwürfen El Lissitzkys für „Pelikan“ oder dem legendären „Bauhaus-Schach“), auch überraschende Entdeckungen. Im Mittelpunkt steht die von László Moholy-Nagy propagierte „Neue Typographie“, die formale Erscheinung und den graphischen Stil der Auslobung von Markenbildern revolutionierte. „Weniger ist mehr“: Nach dieser überraschenden Logik präsentierten sich bald diverse Markenprodukte mit Erfolg – von „Chanel No. 5“ über „WMF“ und „Braun“ bis zum „iPhone“ unserer Tage.

bauhaus popular.
Vom Bauhaus ins Kaufhaus: Die Neue Typographie und ihr Einfluss auf das Markendesign.

Deutsches Verpackungs-Museum
Hauptstraße 22 (Hinterhof) in 69117 Heidelberg
verpackungsmuseum.de

Redigiert von Thobias Quaß

nach oben drucken RSS-Feed