17. Juli 2019 | Recycling

Markt für Biokunststoffverpackungen wächst rasant

Verpackungsunternehmen sowie Lebensmittel- und Getränkehersteller leisten mit dem aktuellen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit bei Verpackungen einen Beitrag für den Einsatz für mehr Biokunststoffe. Smithers Piras aktuelle Marktanalyse „Die Zukunft der Biokunststoffe in Verpackungen bis 2024“ zeigt, dass der Biokunststoffmarkt für Verpackungsanwendungen mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 16,2 % wachsen wird. Dabei soll sich der Marktwert von 4,4 Mrd. US-Dollar im Jahr 2019 auf 8,8 Mrd. Dollar im Jahr 2024 verdoppeln.

Wesentliche Treiber für dieses Wachstum sollen laut der Bericht beispielsweise höhere Quoten beim Kunststoffrecycling, Polymere aus natürlichen Rohstoffen wie Stärke und Cellulose sowie biologisch abbaubare aliphatisch-aromatische Polyesterpolymere sein. Die Nachfrage werde durch die strengeren Regeln für u.a. Einwegkunststoffe in der EU generell steigen.

Noch einige Herausforderungen

Eine zentrale Herausforderung wird die Erhöhung der Hitzebeständigkeit, der Barriereeigenschaften und der Zugfestigkeit sein, damit diese die derzeitige Palette von ölbasierten Kunststoffen, wie beispielsweise PET, direkt ersetzen können.

Darüber hinaus besteht ein erhebliches Forschungs- und Entwicklungsinteresse an Biomonomeren. Hier sollen wirtschaftlich tragfähige, biochemische Prozesse identifiziert werden, um diese „grünen Chemikalien“ im Bereich der Biopolymerwerkstoffe für Verpackungen nutzbar zu machen. Polymilchsäure (PLA), Bio-PET und Bio-Polyolefine sind momentan die primären Verpackungskunststoffe, die aus biologisch hergestellten Monomeren hergestellt werden.

Redigiert von Thobias Quaß

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