11. September 2019 | Wirtschaft

Borealis: Baustart für PDH-Anlage

Borealis: Baustart für PDH-Anlage
Vorstand Martijn Van Koten, CFO Mark Tonkens, Repräsentantin Annick De Ridder, Borealis CEO Alfred Stern, Vorstand Philippe Roodhooft und Botschafterin Elisabeth Kornfeind (von links)
Quelle: Borealis

Mit einem offiziellen Spatenstich hat Borealis den Bau einer Propan-Dehydrierungsanlage (PDH) gestartet. Die neue Anlage am bestehenden Produktionsstandort in Kallo, Belgien, soll über eine Produktionskapazität von 750.000 Tonnen Propylen im Jahr verfügen. Damit ist sie eine der größten und effizientesten Anlagen ihrer Art weltweit, so das Unternehmen. Mit einem Investitionsvolumen von insgesamt rund 1 Milliarde Euro ist es für den Hersteller eigenen Angaben zufolge das bislang größte umgesetzte Vorhaben in Europa.

PP-Versorgung sicherstellen

PDH ist ein Prozessschritt bei der Produktion von Propylen aus Propan. Propylen wird für die Herstellung von Polypropylen (PP) genutzt, das als eine der am weitesten verbreiteten Kunststoffarten gilt. PP bildet die Basis zahlreicher Industrieanwendungen, wie zum Beispiel in der Automobilindustrie, im Konsumgüter-, Energie- und Healthcare-Bereich, bei Lebensmittelverpackungen und vielen anderen.

Die europäische Propylennachfrage wächst. Laut dem Unternehmen ist das Angebot derzeit jedoch aufgrund des globalen Marktentwicklungen rückläufig. Die neue Anlage soll dem Hersteller zufolge die künftige Versorgung der europäischen Kunden mit preisgünstigem Propylen und dessen Derivaten sicherstellen.

Synergieeffekte und Oleflex

Aufgrund der Nähe des Standorts zu einer bestehenden Produktionsanlage des Unternehmens soll der Hersteller eigenen Angaben zufolge zusätzliche Synergieeffekte nutzen können. Darüber hinaus wird sich die neue PDH-Anlage der Oleflex-Technologie von Honeywell UOP für die zweckorientierte Propylenproduktion bedienen. Sie soll einen geringeren Energieverbrauch in der Produktion ermöglichen, wobei zugleich größere Mengen bei gleicher Qualität erzeugt werden, heißt es. Dem Unternehmen zufolge ist der Propanbedarf geringer, während mehr Wasserstoff produziert wird.

Die Inbetriebnahme der neuen Anlage ist für Mitte 2022 geplant.

Redigiert von Christiane Lingrön

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