13. Dezember 2017 | Marketing + Design

Korken: Der perfekte Knall

Britische Mathematikerin enthüllt Formel für den perfekten Knall
... richtig hinhören
Quelle: Apcor

Das Öffnen einer Sektflasche ist ein universeller Ausdruck von Feierlichkeit. Allerdings besteht ein schmaler Grat zwischen einem feierlichen Knall und einer Schaumexplosion, die es aufzuputzen gilt. Passend zu den bevorstehenden Feiertagen hat Universitätsprofessorin Dr. Eugenia Cheng eine mathematische Formel für den perfekten Knall entwickelt – und dabei dreht sich alles um das Kühlen der Flasche.

Dr. Eugenia Cheng, Forschungsstipendiatin am Fachbereich Mathematik und Statistik der Universität Sheffield, hat im Auftrag des portugiesischen Korkverbands Apcor den perfekten Knall mithilfe einer Computersoftware ermittelt, die auch als Spektralanalyse bekannt ist. Die Forschung ergab, dass sich der wünschenswerteste Korkenknall auf einem konstanten Niveau zwischen 8.000Hz und 12.000Hz bewegt, welches von Toningenieuren auch als „Brillanz“-Tonlage bezeichnet wird.

Nicht wie Nägel auf der Tafel...

Dies spricht das menschliche Gehör deshalb an, weil eine konstante Frequenz Geräusche hervorruft, die mit Schlagzeugbecken und Vogelgesang vergleichbar sind. Tonlagen mit schwankender Frequenzintensität hingegen verursachen raue Geräusche, wie Nägel auf einer Tafel.

Um Gastgeber dabei zu unterstützen, diesen „perfekten Knall“ in ihrem eigenen Zuhause zustande zu bringen, wandte sich Dr. Cheng an die Mathematik und nutzte zwei Variablen – Temperatur und Händedruck – um die Formel für den perfekten Knall zu entwickeln.

Temperatur und Händedruck

Der Formel nach muss eine Sektflasche auf 6,7 Grad Celsius abgekühlt werden, um beim Öffnen des Korkens minimale Auszugskraft anwenden zu müssen. Das Experiment enthüllte, dass ein typischer Kühlschrank eine Sektflasche nur auf 11 Grad abkühlt. Um die optimalen Bedingungen von 6,7 Grad zum Öffnen des Korkens zu erhalten, muss die Flasche daher für 40 Minuten in einem Eisbehälter gekühlt werden.

So gekühlt haben die Bläschen in der Flasche weniger Energie, wodurch beim Entfernen des Korkens weniger Druck benötigt wird, da weniger Gas entweichen kann. Dies wiederum führt zu einem angenehmeren Klang als ein lauter, dröhnender Knall.

 

Redigiert von Maren Oellerich

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