11. August 2017 | Wirtschaft

Koehler will kräftig investieren

Koehler will kräftig investieren
Dekor- und Thermo-Papiere werden auch weiterhin in Kehl produziert. FlexPack und über 100 neue Mitarbeiter kommen bis 2020 hinzu
Quelle: August Koehler

Nach einem Beschluss des Aufsichtsrats der Papierfabrik August Koehler wird der weltweit tätige Papierspezialist bis zum Jahr 2020 rund eine halbe Milliarde Euro in Maßnahmen zum eigenen Wachstum investieren. Mehr als 300 Millionen Euro sollen dazu nach Angaben der Gruppe in den Produktionsstandort Kehl fließen. In den kommenden zwei Jahren werden dadurch über 100 neue Arbeitsplätze entstehen.

Als Hauptinvestition sei eine technologisch führende Spezial-Papiermaschine mit Yankee-Zylinder geplant, so der Hersteller. Die separate Streichmaschine wird mit multiplen Streichauftragstechnologien ausgestattet sein, um attraktive Marktsegmente im flexiblen Verpackungsbereich mitzugestalten. Die Gesamtkapazität soll deutlich über 100.000 Tonnen pro Jahr liegen.

Papierbasierte Flexibles

Das Unternehmen zählt zu den Weltmarktführern bei Thermopapieren. „Unser Portfolio ist profitabel, breit aufgestellt und auf weiteres Wachstum hin ausgerichtet“, sagt der Vorstandsvorsitzende Kai Furler. Das solle auch durch die Investitionen weiter unterstützt werden. Man habe zudem nach Perspektiven für ein wirklich nachhaltiges wie volumenstarkes Wachstum gesucht. Hier sei man im Zukunftsmarkt „Flexible Packaging“ fündig geworden.

Die Gruppe will künftig den Fokus auf papierbasierte flexible Verpackungslösungen setzen und mit einem FlexPack-Portfolio Markenartiklern, Verarbeitern und Druckereien Alternativen anbieten. Damit könne dazu beigetragen werden, umweltschädliche, nicht nachhaltige Stoffe deutlich zu verringern, so der Hersteller. Ein Expertenteam sei bereits eingerichtet. Koehler FlexPack soll in weniger als zwei Jahren an den Markt gehen.

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