14. Juni 2019 | Recycling | Neuheit

Ausgießbeutel aus nur einem Material

Monomaterial-Ausgießbeutel
Die neue Siegeltechnologie soll die Herstellung von Ausgießbeuteln aus nur einem Material ermöglichen
Quelle: Dow

Die Unternehmen Dow und Menshen haben eine neue Technologie zur Versiegelung von Ausgießbeuteln vorgestellt. Die „Reverse Spout Sealing Technology“ ermöglicht es nach Angaben der Hersteller, die Ausgießbeutel aus nur einem Material herzustellen. Damit seien Verarbeiter in der Lage, die Recyclingvorgaben für flexible Verpackungen zu erfüllen.

Der Prozess wurde einfach umgekehrt

„Grundsätzlich haben wir die Idee, wo und wann die Hitze im Versiegelungsprozess des Ausgießers benötigt wird, umgekehrt“, sagt Dr. Peter Sandkuehler, Leiter Global Application bei Dow. „Indem wir die Hitze vom vorgeschmolzenen Ausgießer direkt zur versiegelnden Lage der Folie übertragen, haben wir zwei Herausforderungen auf einmal gelöst: wie sich Ausgießer einfach in Monomaterial-Folien siegeln lassen und wie es sich vermeiden lässt, dass die harten Kanten des Ausgießers in die Folie einschneiden.“

Mit dem neuen Prozess sollen sich nun Ausgießer einfach in hitzeempflindlichere Monomaterial-Strukturen aus allen Polypropylen- oder Polyethylen-Verpackungsfolien einsiegeln lassen. Anstatt die Hitze klassisch von außen zuzuführen, um die Folie des Standbeutels mit dem Ausgießer zu verschmelzen, wird letzterer auf seiner Grundfläche vorgeschmolzen, bevor er in den Beutel eingefügt und versiegelt wird.

Überschüssige Hitze wird verringert

Dieser umgekehrte Siegelprozess soll laut den Herstellern dabei helfen, überschüssige Hitze zu verringern. Gleichzeitig soll die Verpackungsstruktur weniger abhängig sein von der Wärmebeständigkeit der Folie, Einschnitte in der Folie vermieden werden und in der Folge stabile Versiegelungen des Ausgießers entstehen.

Die Technologie ist für die meisten Standbeutelgrößen geeignet sowie für mehrere Anwendungen, unter anderem Babynahrung, Gewürze, Reinigungsmittel, Shampoos, Duschgels oder Bodylotions. Das Hinzufügen einer Barriereschicht ist den Herstellern zufolge ebenfalls machbar.

K, 16. bis 23. Oktober 2019, Düsseldorf: Halle 8a, Stand K48-1 – K48-4

Redigiert von Christiane Lingrön

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