14. November 2017 | Wirtschaft

Poolpaletten: Von Holz auf Kunststoff

Dranken Pallet Beheer Holland (DPB), der gemeinschaftliche Palettenpool der niederländischen Getränkehersteller und Brauereien, ersetzte Holzpaletten durch Kunststoffpaletten von Cabka-IPS. Der Rückblick zeigt: Der Wechsel hat sich gelohnt. Dank der Kunststoffpalette wurden Logistikkosten und Mietgebühren deutlich gesenkt, so der Hersteller.

Bereits im Jahr 2012 entschloss sich DPB, seinen Palettenpool aus Holzpaletten komplett durch Kunststoffpaletten der Marke Cabka-IPS zu ersetzen. Mit der neuen Palette waren die Ziele verbunden, allen Poolteilnehmern Qualität zu geringen Kosten zu bieten und den Arbeitsschutz zu stärken.

800.000 Holzpaletten waren vor dem Wechsel im DPB-Pool im Umlauf. Sie sorgten für hohe Reparaturkosten, Schmutz durch Späne und Splitter, Gewichtszunahme bei Nässe und einen hohen Entsorgungsaufwand von stark beschädigten oder verschmutzten Paletten, so Cabka weiter. Die neue Schwerlastpalette aus Kunststoff sollte daher hochbelastbar, langlebig, dazu leichter, weniger reparaturanfällig und am Ende ihrer Lebensdauer ökologisch verantwortbar sein.

Reibungslose Integration der Kunststoffpaletten

Mit der BPP i9 entwickelte Cabka einen Ladungsträger, der die Anforderungen von DPB erfüllte. Als Nachfolgemodell zur Holzpalette war es wichtig, dass sich die Kunststoffpalette in bestehende Lager- und Transportsysteme einfügt, die für das Handling der Holzpaletten konfiguriert wurden. Einfahröffnungen, Deckhöhe und Blöcke entsprechen daher den gleichen Maßen. Die Abmessungen betragen 1200 x 1000 x 169 mm. Heute sind den Angaben nach insgesamt 530.000 Paletten im Palettenpool der DPB im Einsatz.

Im Gegensatz zu ihrem Vorgänger aus Holz ist die BPP i9 ein Leichtgewicht. Sie bringt 25 kg auf die Waage und ist damit 15 kg leichter als die Holzpalette. Zum einen erleichtert es in der täglichen Arbeit das Paletten-Handling, zum anderen führe das geringere Gewicht zu einer Reduktion des CO2-Ausstoßes in den Logistikcentern. Dazu wurden im Bereich Ladungssicherung und Arbeitsschutz Verbesserungen erzielt: Antirutschstreifen sichern das Transportgut; Gummiblöcke unter der Palette verhindern das Verrutschen speziell in der Blockstapelung; Gummistopfen unter dem Deck verhindern das Abrutschen von der Gabel.

Nachhaltigkeit

Neben der ökonomischen ist auch die ökologische Nachhaltigkeit ein bis heute wichtiger Punkt in der Zusammenarbeit von Cabka und DPB. Daher wird seit Beginn ihrer Partnerschaft die BPP i9 aus recyceltem Material gefertigt und am Ende ihrer Lebensdauer wieder recycelt. Damit unterstützt man damit die Produktionsweise Cradle-to-Cradle: Anstatt in der Müllverbrennungsanlage zu landen, werden ausgediente Paletten zu Rohmaterial für neue Paletten und so in einem geschlossenen Kreislauf immer wieder neu genutzt.

Redigiert von Norbert Sauermann

nach oben drucken RSS-Feed