16. Juli 2019 | Recycling

Bald Einwegpfand in ganz Europa?

Heute werden laut einer Erhebung des GfK Consumer Panels bereits 71,6 Prozent aller Getränke in PET-Einweg abgefüllt
Das Einwegpfand sorgt hierzulande für hohe Rücklaufquoten von PET-Flaschen fürs Recycling
Quelle: Forum PET

Der EFBW (European Federation of Bottled Waters, die Interessenvereinigung europäischer Mineralwasser-Abfüller) fordert eine grundlegende Änderung der Sammlungs- und Sortiersysteme für Getränkeverpackungen in Europa. Dadurch soll die erforderliche Menge an hochwertigem recyceltem PET in Europa erhalten und erhöht werden.

Alle in der Getränkeindustrie verwendeten Verpackungen, ob PET, Glas oder Aluminium, sind vollständig recycelbar. Getränkeflaschen aus PET seien bereits heute die am häufigsten recycelten Kunststoffverpackungen. Nichtsdestotrotz ist die Sammlung von PET-Getränkeflaschen in der EU unterschiedlich organisiert. Im Mai 2019 wurde die Einweg-Kunststoffrichtlinie mit dem Ziel von 90 % getrennter Sammlung von Kunststoff-Getränkeflaschen bis 2029 (77% bis 2025) und 25 % recyceltem Kunststoff in PET-Flaschen ab 2025 (30% in allen Flaschen bis 2030) bestimmt. Der erste Schritt zur Erreichung dieser Ziele soll eine erhöhte Sammlungsquote von PET-Flaschen sein.

Pfandsystem mögliche Lösung

Um die Quantität wie Qualität des recycelten PET zu gewährleisten, ist eine getrennte Sammlung unerlässlich. Dies kann entweder über die bestehenden Abfallsammlungen oder über die Einführung von Pfandrückgabesystemen erfolgen. Das Pfandrückgabesystem habe den Vorteil, dass sehr hohe Rücklaufquoten (in Deutschland rund 98 %) in einem separaten, sauberen Strom für PET-Getränkeflaschen erzielt werden.

„Wir fordern alle Akteure der Wertschöpfungskette auf, mit uns auf diesem Weg zu mehr Kreislauffähigkeit von PET in Europa zusammenzuarbeiten", sagte Jean-Pierre Deffis, Präsident der EFBW.

Redigiert von Thobias Quaß

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