15. Mai 2019 | Verpackungstechnik

IMA Dairy&Food: Thomas Becker eingestiegen

Thomas Becker
Thomas Becker ist seit Jahresbeginn der neue Mehrheitseigentümer von IMA Dairy & Food
Quelle: IMA Dairy & Food

IMA S.p.A. hatte sich Ende letzten Jahres zum Verkauf von 60% ihrer Anteile der Filling Brands der IMA Dairy & Food-Gruppe (Erca, Hamba-Gasti und Hassia) an den deutschen Investor Thomas Becker entschlossen.

Der intime Kenner der Verpackungsbranche, der u. a. für Rovema tätig war, stellte nun bei einem Pressegespräch am Montag am Standort der Hassia in Ranstadt seine Strategie zur Weiterentwicklung der drei Unternehmen vor, die zu den führenden Anbietern von Form-Füll- und Verschließmaschinen (FFS) sowie Füll- und Verschließmaschinen (FS) für Molkereiprodukte und andere Lebensmitteln gehören. Demnach werden alle in Zukunft eigenständig am Markt tätig sein. Ein zentraler Punkt ist die Trennung von Hamba und Gasti. Dazu werde die erstere in die Hassia integriert, während die Gasti als eigenständiges Unternehmen bestehend bleibe.

Ziel ist das Marktpotenzial der drei Unternehmen zu steigern. Dazu wird es sowohl eine klare Positionierung in den Märkten als auch Veränderungen bei den jeweiligen Portfolios geben, so Becker in Ranstadt. Hassia wird in Zukunft neben den FFS-Anlagen auch die FS-Anlagen, die bisher von Hamba produziert wurden, herstellen und im Premiumsegment bewegen. Hinzu kommen Anlagen für Stickpacks und Sachets.

IMA Erca wird sich auf FFS- und FS-Anlagen für das mittlere Preissegment und den Low-Cost-Bereich konzentrieren. Dort werden sich auch die FS-Anlagen der Gasti bewegen. Um Überschneidungen zu vermeiden, wird es eine Holding als Dach der Unternehmensgruppe geben. Die „neue“ IMA Dairy & Food ist mit rund 500 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz im dreistelligen Millionen Euro-Bereich als mittelständische Unternehmensgruppe aufgestellt.

Darüber hinaus stellte Thomas Becker zudem das neue Aseptic Competence Center vor. Damit soll Kunden eine Komplettlösung von der Planung und Projektierung einer Verpackungsanlage bis zur Abnahme aus einer Hand geboten werden. Das neu eingerichtete Labor darf mit Mikroorganismen bis zur Risikogruppe II arbeiten und verfügt über eine umfangreiche Ausstattung zur Durchführung unterschiedlicher mikrobiologischer Methoden.

Von Ralph Ammann

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