07. Dezember 2018 | Recycling

Weißblech: Recycling-Bilanz top

Tag der Verpackung bei thyssenkrupp Rasselstein
Der Materialkreislauf für Weißblechverpackungen ist geschlossen
Quelle: thyssenkrupp Rasselstein GmbH

In Deutschland verbrauchte Weißblechverpackungen sind 2017 zu 91 Prozent stofflich verwertet worden. Laut der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (gvm) liegt damit auch in der diesjährigen Recycling-Bilanz für Verpackungen die Recyclingrate von Weißblech vor der Rate aller anderen Verpackungsmaterialien.

Gebrauchte Stahlverpackungen werden von den dualen Systemen gesammelt, sortiert, aufbereitet und als Qualitätsschrott einem hochwertigen Recycling zugeführ. Konkret bedeutet das, dass in jedem Stahlwerk zur Erzeugung von Rohstahl ein gewisser Anteil Stahlschrott eingesetzt wird. Der Materialkreislauf ist damit geschlossen.

Zielgenaue Rückführung in die Stahlproduktion

„In Zeiten der Diskussion um Mikroplastik ist es eine der größten Herausforderungen, den Einsatz kreislauffähiger Verpackungswerkstoffe voranzutreiben“, so Dr. Peter Biele, CEO des Verpackungsstahlproduzenten Thyssenkrupp Rasselstein. Das Unternehmen ist Gründer der DWR – Deutsche Gesellschaft für Weißblechrecycling und am Nonprofit-Unternehmen Kreislaufsystem Blechverpackungen Stahl beteiligt. Es engagiert sich für das Recycling sowohl privat verbrauchter Weißblechverpackungen als auch gewerblich anfallender Mengen und stellt eigenen Angaben zufolge eine fachgerechte, zielgenaue Rückführung in die Stahlproduktion sicher.

Zwischen 2005 und 2017 ist die Quote der stofflichen Verwertung von Weißblech um sieben Prozentpunkte angestiegen, so das Unternehmen. „Um die Recyclingrate weiter zu erhöhen, müssten auch die Dosen, die heute noch als Fehlwürfe über die graue Tonne in der Müllverbrennung landen, in die dualen Sammelsysteme gelangen“, so Andreas Knein, Geschäftsführer der DWR. „Dafür müssen alle Beteiligten - vom Hersteller über den Handel, die dualen Systeme bis hin zur Recyclingwirtschaft - die Öffentlichkeit noch besser informieren.“

Redigiert von Christiane Lingrön

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