07. Februar 2019 | Recycling

Kreislaufpolymer-Produktion gestartet

Jeroen Castelijn, General Manager des Sabic-Werks in Geleen und Frank Kuijpers, General Manager Corporate Sustainability
Jeroen Castelijn, General Manager des Sabic-Werks in Geleen und Frank Kuijpers, General Manager Corporate Sustainability
Quelle: SABIC

Der Chemiekonzern Saudi Basic Industries Corporation (Sabic) hat in seinem Projekt zur Produktion zertifizierter Kreislaufpolymere auf der Basis gemischter Kunststoffabfälle, bei dem auch die finnische Walki Group beteiligt ist, einen weiteren Meilenstein erreicht.

Im Januar startete eine Marktgründungsphase in dessen erstem Schritt Pyrolyseöl aus minderwertigen Kunststoffabfällen gewonnen und als Rohmaterial zur Polymerproduktion im niederländischen Werk Geleen genutzt wird. Nun hat das Unternehmen eigenen Angaben zufolge mit der der Fertigung erster monatlicher Mengen zertifizierter Kreislaufpolymere – Polyethylene (PE) und Polypropylene (PP) – begonnen. Die Inbetriebnahme der geplanten Anlagen zur kommerziellen Produktion und Verarbeitung des Rohmaterials in den Niederlanden ist für 2021 vorgesehen.

Zertifiziert nach ISCC+

Die Polymere werden nach den Vorgaben der ‚International Sustainability and Carbon Certification plus‘ (ISCC+) zertifiziert, die den Anteil des Kreislaufmaterials und die Einhaltung der Kreislaufstandards entlang der gesamten Wertschöpfungskette prüft. Das ISCC+ System arbeitet mit einer Massenbilanzierung, bei der für jede Tonne Kunststoffabfall, die dem Cracker anstelle von fossilen Rohstoffen zugeführt wird, eine Tonne des ausgebrachten Volumens als Kreislaufmaterial klassifiziert werden kann.

Redigiert von Thobias Quaß

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