07. November 2018 | Packstoffe + Packmittel

Um 66 Prozent geringere Umweltbelastung bescheinigt

Signature Pack
Das „SIGnature Pack“ ist eine aseptische Kartonpackung mit 100-prozentigem Bezug zu pflanzlichen Rohstoffen
Quelle: SIG

Eine ISO-konforme Ökobilanzanalyse (LCA) des Instituts für Energie und Umweltforschung (IFEU) in Heidelberg hat dem „SIGnature Pack“ von SIG eine deutliche Verringerung der Umweltlasten bescheinigt. Die LCA ist die weltweit erste, die für massenbilanzierte Produkte durchgeführt wurde.

Das „SIGnature Pack“ ist eine aseptische Kartonpackung mit 100-prozentigem Bezug zu pflanzlichen Rohstoffen. Die aktuelle Ökobilanz bestätigt in allen zehn untersuchten Umweltwirkungskategorien eine Verringerung der Umweltlasten. Dies basiert dem Unternehmen zufolge in erster Linie auf dem Austausch von konventionellen fossilen Polymeren durch massenbilanzierte Polymere  aus Tallöl, einem Nebenprodukt der Papierherstellung.

Bessere Bilanz als vergleichbare Packungen

Laut der europaweit angelegten Ökobilanz ist der CO2-Fußbadruck der Verpackung im europäischen Durchschnitt und über den gesamten Lebenszyklus betrachtet um 66 Prozent geringer als der einer herkömmlichen formatgleichen 1-Liter SIG-Kartonpackung.

Die Analyse für gilt als die erste ISO-konforme LCA, die Materialien einbezieht, die nach einem Massenbilanzsystem produziert und bewertet wurden. Ökobilanzen basieren traditionell auf den physischen Bestandteilen eines Produktes und den Umweltauswirkungen, die mit jeder Phase seiner Herstellung verbunden sind.

Einsatz nachhaltigerer Kunststoffe vorantreiben

Der Hersteller hat sich nach eigenen Angaben für einen Massenbilanzansatz entschieden, weil er einen breiteren Übergang von fossilen zu biobasierten Rohstoffen innerhalb der konventionellen Polymerindustrie unterstützt. „Der Einsatz von Polymeren auf Basis von Tallöl über ein Massenausgleichssystem wird empfohlen“, sagt Frank Wellenreuther, Projektleiter beim IFEU-Institut. „Die Nachfrage von SIG nach Massenbilanz-Polymeren könnte als Treiber dienen, um einen höheren Anteil pflanzlicher Rohstoffe für die Herstellung von Polymeren zu erzielen.“

Redigiert von Christiane Lingrön

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