15. Juli 2019 | Verpackungstechnik

Krones passt Ergebnisprognose für 2019 an

Wie das Unternehmen meldet, zeigen die schwierigen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen und Unwägbarkeiten, wie der ungelöste Handelskonflikt zwischen China und den USA, sowie die Diskussion über die Nachhaltigkeit von PET-Verpackungen erste Auswirkungen. Die Investitionsbereitschaft bei Kunden des Herstellers von Verpackungs- und Abfülltechnik Krones sinke, weshalb das Unternehmen seine Ergebnisziele für das Gesamtjahr 2019 anpasst.

Insgesamt rechnet das Unternehmen für 2019 unverändert mit einem Wachstum von 3 %. Die EBT-Marge soll bei rund 3 % liegen (bisherige Prognose: rund 6 %). Für die dritte Zielgröße, das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, erwartet Krones weiterhin 26 %. Der Vorstand hat Maßnahmen ergriffen, um den Ergebnisbelastungen entgegenzuwirken. Hierzu zählen z.B. ein Einstellungsstopp und Maßnahmen zur Senkung der Materialkosten.  An den Mittelfristzielen halte das Unternehmen unverändert fest und auch der Ausbau des Global Footprint schreitet gut voran. So sei beispielsweise das neue Werk in Ungarn voll im Zeit- und Kostenplan.

Hohe Kosten und ungünstiger Produktmix

Die Ertragskraft des Unternehmens sei durch die weiterhin hohen Kosten, vor allem für Material, beeinflusst. Man hatte erwartet, dass die schwächere Konjunktur in wichtigen anderen Industrien 2019 zu einer leichten Entspannung bei dem Anstieg der Materialkosten führe. Außerdem wirkten die Maßnahmen zur Kostensenkung erst mit Verzögerung. Darüber werde auch der Produktmix als ungünstig für das Ergebnis für Januar bis Juni 2019 bewertet.

Besonders im zweiten Quartal 2019 lag beispielsweise der Umsatz von  Maschinen und Anlagen der Kunststofftechnik, niedriger als erwartet. Ein weiterer wesentlicher Grund für die aktuelle Ergebnisentwicklung sei, dass das Umsatzwachstum des margenstarken After-Sales-Geschäft (LCS) im ersten Halbjahr 2019 wegen der gesamtwirtschaftlichen Unwägbarkeiten unter Plan lag. Im zweiten Halbjahr wird ein verbessertes LCS-Geschäft erwartet.

Ausgründung der Syskron Intralogistiksparte

Bereits ein paar Tage zuvor hatte das Unternehmen eine Neustrukturierung der Intralogistik-Geschäfte angekündigt. Innerhalb des Konzerns waren bisher Planung und Umsetzung von Intralogistik-Lösungen wie automatisierte Lagersysteme sowohl in der System Logistics S.p.A. in Fiorano (Italien), als auch in der Syskron GmbH in Deutschland (Wackersdorf) angesiedelt. Zum 01. Juli diesen Jahres erfolgte nun die Ausgründung des Intralogistikbereichs der Syskron GmbH in die System Logistics GmbH als 100-prozentiges Tochterunternehmen der Gruppe mit Sitz in Wackersdorf und rund 100 Mitarbeitern. Mit dieser Bereinigung des Marktauftritts vereine man die gesamte Intralogistik unter einer Dachmarke.

Krones-Vorläufige Zahlen für 2017
Aufgrund der derzeit vorliegenden Zahlen senkt Krones die Ertragsprognose für das Gesamtjahr 2019
Quelle: Krones
System Logistics Hochregallager
Mit der Ausgründung von Syskron vereine man die gesamte Intralogistik unter einer Dachmarke
Quelle: Krones

Redigiert von Thobias Quaß

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