02. Januar 2019 | ProSweets |

Die süße Seite der Industrie 4.0

Aluminium: Thumbs up
Servoelektrisch angetriebene Achsen ermöglichen auch schwierige Geometrien gleichmäßig herzustellen
Quelle: GDA

Die ProSweets Cologne will vom 27. bis 30. Januar 2019 die Vision von "Industrie 4.0" in der Süßwarenindustrie greifbar machen. Im Fokus der Messe sollen flexible Anlagen stehen, bei denen die Individualisierung der Produkte eine zunehmend größere Rolle spielt. Denn auch wenn viele Aussteller auf dem Kölner Messegelände noch nicht von Losgröße 1 sprechen wollen: Die Chargen werden kleiner, so die Veranstalter.

Losgröße 1 wird wirtschaftlich

Die Voraussetzung für die geforderte Effizienz schaffen Industrie-4.0-Technologien, die die Anlagen permanent in Richtung Selbstdiagnose und Fehlerbehebung verbessern. Ein Beleg dafür sind die bis ins letzte Detail durchdachten Verpackungsmaschinen für kleinstückige Süßwaren, ein Spezialgebiet vieler Aussteller in Köln.

Die jüngste Generation der digitalen Falteinschlagmaschinen oder Toploading- und Displaykartonierer ist komplett servogetrieben und basiert auf einem hochmodularen Konzept, das sich durchgängig über Mechanik, Elektrik und Software erstreckt. So können die High-End-Linien schnell und einfach zwischen verschiedenen Formaten und Einschlagarten wechseln. Einzug halten servoelektrisch angetriebene Achsen auch in Hohlkörperanlagen. Die hohe Flexibilität bei der Parametrierung ermöglicht es, schwierige Geometrien mit einer gleichmäßigen Schalendicke herzustellen – wie einen Hasen mit leicht abgewinkelten Ohren.

Rundum hygienisch konstruiert

Doch die Medaille hat eine Kehrseite, denn die Produktvielfalt bei gleichzeitig geringerer Chargengröße führt zu einer erhöhten Anzahl notwendiger Reinigungsschritte. Je nach Prozess und Rezeptur ist dies ein mehr oder weniger zeitaufwändiger Vorgang. Was Industrie 4.0 für die Reinigung bedeutet, zeigen die Maschinenbauer in Köln mit genau auf die Hygieneanforderungen abgestimmten Anlagen. Ein Beispiel dafür sind Gießvorrichtungen, die per Seitwärtsbewegung in den Rahmen der Mogulanlage einfahren. Sie gestatten eine WIP-Reinigung (Wash-in-Place), wodurch sich die Stillstandzeit der Maschine verkürzt und das Tray-Transportsystem geschützt wird.

Redigiert von Christiane Lingrön

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