18. März 2019 | Packstoffe + Packmittel

Biokunststoffe als Heilsbringer?

Kunststoffe sind in aller Munde, sei es durch die Abfalldiskussion und den immer radikaler werdenden Versuchen, sie als Verpackungsmaterial einzusparen. Nichtsdestotrotz nehmen biobasierte sowie biologisch abbaubare Kunststoffe im Rahmen der aktuellen Diskussion eine noch wenig bekannte Sonderstellung ein.

Dabei unterstreicht die Willicher Unternehmensgruppe FKuR (Forschungsinstitutes Kunststoff und Recycling) als Hersteller und Inverkehrbringer die Eignung der biobasierten Thermoplaste für das konventionelle stoffliche Recycling, während sie biologisch abbaubare Kunststoffe als effiziente und praxisbewährte Lösungen für all jene Anwendungen sieht, wo diese Eigenschaft einen Zusatznutzen für das Endprodukt generiert.

Entsorgung gelöst

Bio-Kunststoffe brächten per Definition zwei erprobte Wege zur Reduzierung der Umweltbelastung mit: Während sich die biobasierten Kunststoffe für die stoffliche Wiederverwertung eignen, sind die biologisch abbaubaren Kunststoffe für das organische Recycling ausgelegt.

So sei das für herkömmliche (erdölbasierte) Kunststoffe etablierte werkstoffliche Recycling auch für die biobasierten, oft als direktes Drop-in-Produkt eingesetzten Alternativen wie Bio-PE oder Bio-PET nutzbar. Biologisch abbaubare Kunststoffe, die der Norm zur industriellen Kompostierbarkeit entsprechen (z. B. EN 13432), stünde der Weg des organischen Recyclings offen.

Um diese Potenziale gänzlich zu heben, böte man Beratungen u.a. bei der Materialauswahl und dem Verpackungsdesign an.

Organisches Recycling von biologisch abbaubaren Kunststoffen
Organisches Recycling von biologisch abbaubaren Kunststoffen
Quelle: FKuR
Stoffliche Wiederverwertung von biobasierten Kunststoffen
Stoffliche Wiederverwertung von biobasierten Kunststoffen
Quelle: FKuR

Redigiert von Thobias Quaß

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